Rekordnationalspieler über

Matthäus kritisiert Löw wegen Thomas Müller - lässt aber auch kein gutes Haar am FCB-Spieler

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Lothar Matthäus. 

Sky Experte Lothar Matthäus appelliert nach den ersten beiden Länderspielen und dem Neustart der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an Joachim Löw, Thomas Müller auf dem Platz richtig einzusetzen.

"Bitte finde die richtige Position für Thomas Müller! Auf der offensiven rechten Außenbahn ist Thomas Müller verschenkt. Das hat man nicht nur gegen Frankreich gesehen. Ihm fehlt das Dribbling und das Tempo", schrieb Matthäus in seiner wöchentlichen Kolumne 'So sehe ich das' bei skysport.de: "Entweder Löw lässt ihn dort spielen, wo er wertvoll, wichtig und herausragend ist - oder man lässt es bleiben. Mit Sané, Reus, Werner und dem starken Brandt haben wir mindestens vier Außenspieler, die auch dahin gehören. Thomas Müller zählt nicht dazu."

Außerdem äußerte sich der Rekordnationalspieler über die vier Innenverteidiger gegen Frankreich: "Ich kann den Impuls verstehen, defensiv so kompakt wie möglich zu stehen. Aber vier gelernte Innenverteidiger in der Viererkette bedeutet auch, dass auf den Außenbahnen zwei Profis agieren, die sich zum einen innen wohler fühlen und zum anderen nicht den Zug nach vorne haben, den ein gelernter Außenverteidiger mitbringt. Es fehlt dadurch Kreativität, ein Dribbling oder auch die Präzision bei Flanken von der Grundlinie."

Lothar Matthäus: „Ein Spieler aus Freiburg oder Köln kann nicht das Allheilmittel sein“

Auch die Sechserposition sprach Matthäus an: "Außer Sebastian Rudy und Emre Can haben wir keine richtigen Sechser. Beides sind wirklich gute Spieler, aber auch nicht mit außergewöhnlicher Qualität ausgestattet."

Auch der Sturm war ein Thema: "Ein weiteres Problem: der Mittelstürmer, den wir anscheinend nicht haben. Weder Reus noch Werner sind Mittelstürmer. Ja, sie sind torgefährlich, aber das Strafraumzentrum ist nicht ihre Heimat und es sind keine Goalgetter. Nils Petersen ist es, und er hat absolut die Berechtigung, als Joker gebracht zu werden. Aber ähnlich wie bei Jonas Hector bin ich der Meinung, dass ein Spieler aus Freiburg oder Köln ohne große internationale Erfahrung nicht das Allheilmittel für eine der führenden Fußballnationen sein kann."

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