Nationalspieler zeigt Verständnis

Podolski nach Löw-Ratschlag: "Sehe das nicht als Kritik"

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"Der Bundestrainer hat genau das richtige gesagt", findet Nationalspieler Lukas Podolski.

Berlin - "Ich sehe das nicht als Kritik an meiner Person. Der Bundestrainer hat genau das richtige gesagt": Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski hat Verständnis für die Aufforderung von Joachim Löw gezeigt, aktiv an seiner eigenen sportlichen Zukunft zu arbeiten.

Das sagte er dem Kölner „Express“ (Sonntag). „Man will als Fußballer regelmäßig spielen. Das ist auch mein Ziel“, fügte der 30-Jährige hinzu.

Der „Welt am Sonntag“ hatte Löw zuvor ein Gespräch mit Podolski geschildert. „Ich habe zu Lukas gesagt, dass er mit (Arsenal-Trainer) Arsène Wenger sprechen soll. Er soll nicht alles auf sich zukommen lassen, sondern auf ihn zugehen, um in Erfahrung zu bringen, woran er ist. Plant der Trainer mit ihm? Und wenn ja, in welcher Rolle?“, sagte der Bundestrainer. Sollte Podolski wie zuletzt beim FC Arsenal und als Leihspieler bei Inter Mailand nur Ergänzungsspieler sein, „muss er sich überlegen, was er möchte“, ergänzte Löw knapp ein Jahr vor der Europameisterschaft in Frankreich: „Ich will, dass er spielt, mindestens 30 bis 40 Spiele.“

Podolski sei ein wichtiger Teil der Nationalmannschaft, weil er ein positiv denkender Mensch sei, der dem Team durch seine Art einfach gut tun würde, bemerkte der Bundestrainer. Allerdings habe dem 30-Jährigen, mit 125 Länderspielen seit 2004 erfahrenster Mann im derzeitigen DFB-Kader, in den vergangenen Monaten die nötige Physis gefehlt. „Er muss spielen. Denn zwei Jahre ohne richtige Spielpraxis wären keine gute Grundlage, um bei der EM 2016 dabei sein zu können.“

Der Nationalspieler reagierte gelassen. „Ich denke, dass das nicht nur eine Ansage für mich ist, sondern alle Spieler gemeint sind“, sagte der Stürmer. Am 10. Juli plant er, ins Gunners-Training einzusteigen. „Bis dahin wird sicher wieder viel spekuliert. Daran werde ich mich aber nicht beteiligen. Das ist kraftraubend.“

Podolski hat noch einen Vertrag bis 2016 beim FC Arsenal. In der ersten Hälfte der Saison 2014/15 kam er dort nur noch sporadisch zum Einsatz. Auch die Ausleihe zu Inter Mailand in der Rückrunde war für ihn sportlich eine Enttäuschung.

dpa

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