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Mal gruselig, mal golden: Ein Samstag in der Fußball-Bundesliga

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Von: Maximilian Bülau, Björn Mahr

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Ein Halloween-Kürbis.
Der Oktober hat verschiedene Gesichter: zum Beispiel das eines Kürbis’ zu Halloween. © Imago/Alexander Limbach

Heute ist Halloween. Ein Tag zum Gruseln. Heute ist aber auch der letzte Tag eines Goldenen Oktobers. Am Samstag gab es beides.

Dieser Samstag in der Fußball-Bundesliga, ein Samstag zwei Tage vor Halloween, der war schon gruselig. Elfmeter wurden so verschossen, dass sich Gänsehaut bildete. Ein Elfmeter wurde nicht gegeben, sodass sich die Nackenhaare aufstellten. Eine Abwehrreihe spielte ängstlich, als wären die Gegner in Horrorkostümen unterwegs. Und der Saisonstart einer Mannschaft ist einfach nur ein Horrortrip. Doch es gibt auch die Kehrseite. An drei Orten war es ein ganz und gar Goldener Oktober.

Das war gruselig

Heute ist Halloween. Doch fußballerisch gruselig wurde es teilweise schon am Samstag in der Bundesliga. Beim 6:2-Erfolg des FC Bayern gegen Mainz wurden gleich zwei Elfmeter kläglich vergeben. Erst scheiterte Sadio Mané für die Münchner mit einem unpräzisen, halbhohen Versuch an Robin Zentner, traf aber im Nachschuss. Auf der Gegenseite versuchte es Jonathan Burkardt hoch in die Mitte – doch Sven Ulreich war da.

Einen Elfmeter hätte es auch im Topspiel am Abend zwischen Frankfurt und Dortmund geben müssen. Beim Stand von 1:1 – Julian Brandt hatte den BVB in Führung gebracht (20.), Daichi Kamada ausgeglichen (26.) – wurde Jesper Lindström von Karim Adeyemi im Strafraum umgeschubst. Doch der Video-Schiedsrichter schaltete sich nicht ein. Und der Unparteiische auf dem Feld, Sascha Stegemann, hatte es nicht gesehen. Am Ende verlor die Eintracht 1:2, weil Jude Bellingham mal wieder erfolgreich war (52.). Stegemann gab hinterher zu, dass er falsch gelegen hatte.

Gruselig war auch die Defensivleistung der Bochumer beim 0:4 in Wolfsburg. Der VfL ist als einziger Erstligist noch völlig punktlos in der Fremde. In den vergangenen drei Auswärtspartien unter dem neuen Trainer Thomas Letsch gab es immer vier Gegentreffer, insgesamt steht das Torverhältnis auswärts bei 4:19, daheim dagegen bei 7:13.

Gegruselt haben dürften sich auch die Augsburger wegen des späten Gegentreffers zum 1:2 in Stuttgart. Dabei war der FCA noch früh durch Florian Niederlechner in Führung gegangen (4.). Serhou Guirassy sorgte aber für den schnellen Ausgleich (15.). In der Nachspielzeit traf Waldemar Anton nach einer VfB-Druckphase dann noch zum Sieg (90.+1).

Ein Horrorfilm ist bislang auch die Saison von Bayer Leverkusen. Beim 0:2 gegen RB Leipzig gab die Werkself in 90 Minuten einen – komplett ungefährlichen – Torschuss durch Daley Sinkgraven ab. Leverkusen bliebt auch nach zwölf Partien auf dem Relegationsplatz kleben. Ein Gedanke, der alle unterm Bayer-Kreuz gruseln lässt.

Das war golden

Die Gewinner des Monats heißen in der Fußball-Bundesliga FC Bayern, RB Leipzig, VfL Wolfsburg und VfB Stuttgart. Für sie war es ein Goldener Oktober.

FC Bayern: Sechs Treffer, sechs verschiedene Torschützen – die Bayern schlossen den Monat grandios ab. Beim 6:2 gegen Mainz 05 waren Serge Gnabry, Jamal Musiala, Sadio Mané, Leon Goretzka, Mathys Tel und Eric Maxim Choupo-Moting erfolgreich. Es war im Oktober der siebte Sieg im achten Pflichtspiel.

RB Leipzig: Was für die Bayern gilt, das gilt auch für die Sachsen: ungeschlagen im Oktober. Der 2:0-Erfolg gegen Bayer Leverkusen war allerdings eher glanzlos. Das 1:0 nach Kopfball von Christopher Nkunku entsprang einem fragwürdigen Freistoß. Das 2:0 gelang Timo Werner.

VfL Wolfsburg: Was für die Bayern und die Leipziger gilt, das gilt auch für die Wölfe: unbezwungen im Oktober. Für das 4:0 gegen den VfL Bochum sorgten Felix Nmecha (2), Ridle Baku und der eingewechselte Däne Jonas Wind.

VfB Stuttgart: Nein, was für Bayern, Leipzig und Wolfsburg gilt, gilt nicht auch für den VfB. Aber die Schwaben entschieden unter Interimscoach Michael Wimmer drei von vier Pflichtspielen für sich. Das 2:1-Siegtor gegen den FC Augsburg durch Waldemar Anton leitete Tiago Tomas sehenswert ein. (Maximilian Bülau und Björn Mahr)

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