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Eintracht-Profi Marcel Wenig schlägt in Steinbach doppelt zu

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Von: Johannes Götze

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Und Action: Abassin Alikhil von Eintracht Frankfurts U21 im Kampf um den Ball mit Steinbachs Thore Hütsch (links).
Und Action: Abassin Alikhil von Eintracht Frankfurts U21 im Kampf um den Ball mit Steinbachs Thore Hütsch (links). © Charlie Rolff

Eintracht Frankfurts U21 hat am Samstag zwei Dinge bewiesen: Der Hessenligist kann enge Spiele für sich entscheiden – und das sogar auswärts: Beim SV Steinbach siegte die Elf von Kristjan Glibo 2:1 (1:0) und brachte den Osthessen die erste Saisonniederlage bei. Dank Profi Marcel Wenig.

So viel vorweg: Es war unabhängig des Ergebnisses ein echter Festtag für den SV Steinbach: Bereits zur Mittagszeit spielte das Reserveteam ihr Derby gegen die SG Haunetal in der Kreisoberliga Nord und lockte die Zuschauer. Doch spätestens als Patrick Ochs, Alex Meier und Co. aus dem Bus von Eintracht Frankfurt ausstiegen, war klar: Das wird ein Fest- und Zahltag für den SV Steinbach, der geschätzte 800 Zuschauer im Mühlengrund begrüßen konnte. Eine Zahl, die der SVS schon lange nicht mehr erreicht hatte.

Patrick Ochs behielt Recht: Leicht war‘s nicht

„Ein zähes Spiel, aber ein verdienter Sieg“, resümierte Patrick Ochs nach Spielende. Der Sportliche Leiter U16 bis U21 hatte vor der Partie schon geahnt, dass es in Steinbach „auch eklig“ werden kann. Er behielt Recht, denn die SGE entschied das Spiel erst in der 89. Minute, als der schier unüberwindbar wirkende SVS-Keeper Philipp Bagus zweimal sensationell gegen Nino Cassaniti parierte, der Ball aber Marcel Wenig vor die Füße fiel und der zum 2:1 einschoss.

„Es war natürlich verdient für die Frankfurter“, gab Petr Paliatka, Trainer des SV Steinbach, zu, wenngleich er den Zeitpunkt des Knock-outs als extrem bitter befand. Er stellte fest, „dass wir in den vergangenen Spielen fußballerisch besser agiert haben, aber wieder gezeigt haben, dass was drin ist. Das macht mich stolz.“

Bei extremer Hitze und knochentrockenem Platz war die SGE, die auswärts bis dato zwei 1:2-Niederlagen konstatieren musste, über weite Strecken das aktivere Team, hatte in der ersten Stunde aber ebenfalls kaum Torabschlüsse – und so war der Kopfballtreffer von Marcel Wenig nach toller Vorarbeit des Rechtsverteidigers Abassin Alikhil einer der ganz wenigen Höhepunkt.

Dass tatsächlich der SV Steinbach noch zum Ausgleich kommen würde? Es war nicht zu erwarten, denn die SGE hatte Spielkontrolle, ließ mehrfach das 2:0 liegen und scheiterte dabei auch mehrfach an Bagus. Und so war es ausgerechnet der Ex-Frankfurter Luca Uth, der mit einem fulminanten Schlenzer ins lange Eck den umjubelten Ausgleich erzielte (83.). Wenig, Teil des Profikaders und vielversprechendes Talent, hatte aber noch eine ganz späte Antwort parat.

Die Statistik:

SV Steinbach: Bagus; Hildenbrand, F. Wiegand, Neacsu – Wittke (56. Stadler), Kehl (66. Halimi), M. Wiegand (63. Kvaca), Hütsch (63. Prokopenko) – Uth – Reith, Paliatka.
Eintracht Frankfurt II: Bignetti; Alikhil (46. Otto), Gebuhr, Wachs, Brauburger (78. Schäfer) – Dejanovic, Loune (59. Sejdovic) – Bobson (85. Bobson), Wenig, Cassaniti – Ferri (67. Amiri).
Schiedsrichter: Pascal Otte (TuS Bad Arolsen).
Zuschauer: 800.
Tore: 0:1 Marcel Wenig (25.), 1:1 Luca Uth (83.), 1:2 Marcel Wenig (89.).

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