SC Paderborn

Marco Heussner hat einen Traumjob in der Bundesliga

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Einst selbst Fußballer, heute im Marketing: Marco Heussner vor dem Schild in der Geschäftsstelle beim SC Paderborn.

Für den aus Bebra stammenden Marco Heussner ist ein Traum wahr geworden: Er arbeitet in der Fußball-Bundesliga – beim SC Paderborn 07.

Paderborn – Marco Heussners Arbeitstag vor einem Bundesligaheimspiel beginnt schon vier Stunden, bevor die Profis auf dem grünen Rasen sich warmlaufen und die ersten Zuschauer auf den Rängen der Benteler-Arena des SC Paderborn sitzen.

Die Benteler-Arena – dort ist sein Arbeitsplatz. Marco muss sich allerdings keinen Sportdress überstreifen. Statt zum Ball greift er zum Telefon und zum Computer. Denn er arbeitet zusammen mit vier Kollegen im Vermarktungsteam des SC Paderborn. Er ist dort zuständig für die Sponsoren- und Werbepartner. Und für die Umsetzung ihrer Wünsche in und um das Stadion.

Ein weiterer Bestandteil seines Zuständigkeitsbereichs ist der VIP-Bereich in der Arena. Er achtet penibel darauf, dass auch alle Werbeleistungen bei den Heimspielen umgesetzt werden. Zum Beispiel bei den Banden, der LED-Anzeige, oder den Fernseh-relevanten Bereichen. Überhaupt gilt: „Für die Sponsoren muss es ein professionelles und emotionales Spieltagserlebnis werden. Sie müssen zufrieden sein“, sagt er. Der Tag beginnt mit einem Meeting zur Abstimmung. Auch nach dem Spiel bleibt er weiter in der Arena Ansprechpartner. Oft auch in der Mixed-Zone, wo Spieler und Trainer Interviews geben. Unter hohem Druck steht die gesamte Abteilung in der Saisonvorbereitung, wo auch in seiner Abteilung geplant werden muss.

Paderborn ist im Prinzip sein dritter Arbeitsplatz. Zuvor hatte er bereits den KSV Hessen Kassel von 2014 bis 2016 im Marketing und Sponsoring unterstützt, später war er in Berlin bei der Sportmarketing-Agentur BAES beschäftigt.

Seine Fußballkarriere hatte Marco beim FV Bebra begonnen, wo er bis zu den Senioren spielte. Nach nur einem Jahr wechselte er nach Eiterfeld, wo er auf Anhieb auch den Sprung in die Verbandsliga schaffte. Seine Markenzeichen waren nicht nur der große Ehrgeiz, mit dem er es schaffte, sich im Offensivbereich durchzusetzen, sondern auch seine Schnelligkeit. Das war auch später beim KSV Hessen Kassel so, wo er es bis in den Regionalliga-Kader schaffte, dort aber nicht eingesetzt wurde.

Beim KSV durfte er auch wieder mit seinem Cousin Florian Heussner zusammen spielen, der auch beim SVA Bad Hersfeld in der A-JugendOberliga spielte. Als er in Berlin arbeitete, spielte er in der Oberliga bei Lichtenberg 47, nach seiner Rückkehr noch ein Jahr beim KSV. Auch wenn Paderborn ganz unten in der Bundesliga-Tabelle steht, gibt Heussner nicht auf. „Es ist zwar schwer, aber die Chance ist nach wie vor da.“ Der Spruch passt zu ihm. Einer wie er gibt so schnell nicht auf.

VON HARTMUT WENZEL

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