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Kruse-Rauswurf nach Spiel gegen die Eintracht – Stürmer antwortet mit Ansage in Videobotschaft

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Von: Stefan Schmid

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Nach dem Rauswurf aus dem Team des VfL Wolfsburg reagiert Max Kruse mit einem Video in den sozialen Netzwerken. Inklusive klarer Ansage in Richtung Niko Kovac.

Wolfsburg - Gegen Eintracht Frankfurt konnte der VfL Wolfsburg am 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga seinen ersten Dreier einfahren. Doch anstatt um den ersten Saisonsieg drehte sich nach dem Spiel bei den Niedersachsen alles um die Nicht-Berücksichtigung von Max Kruse. Und Wölfe-Trainer Niko Kovac bestätigte, was viele schon vermutet hatten: Die Zeit von Kruse in Wolfsburg ist abgelaufen. Die Reaktion nach der öffentlichen Ausbootung von Max Kruse ließ nicht lange auf sich warten und erfolgte, wie vom exzentrischen Stürmer gewohnt, über Social Media.

Kovac: „Verlangen von jedem Spieler eine hundertprozentige Identifikation“

Letzte Hoffnungen all jener, die es mit Max Kruse halten, dass es sich beim Spiel bei der Eintracht nur um eine temporäre Entscheidung gegen den Stürmer handelt, wurde von Kovac schnell begraben. Auf Nachfrage bestätigte der Übungsleiter, dass der 14-malige deutsche Nationalspieler „auch in Zukunft nicht dabei sein“ wird. „Wir verlangen von jedem Spieler eine hundertprozentige Identifikation und Konzentration mit Fokus auf den VfL. Das Gefühl hatten wir nicht mit Max“, lieferte diese seine Beweggründe gleich mit.

Wirft man einen Blick auf die vergangene Rückrunde, zu der Kruse mit einem Last-Minute-Transfer von Union Berlin nach Wolfsburg wechselte, lassen die Vorwürfe des Trainers umso schwerer erscheinen. Denn Kruse schlug beim VfL mächtig ein: In 14 Spielen gelangen dem Stürmer 7 Treffer. Allerdings scheint seine Verbannung nicht nur an der Leistung festgemacht worden zu sein. So spielt Wölfe-Sportdirektor Marcel Schäfer auch auf die nicht branchenübliche Außendarstellung von Kruse an: „Wir müssen Spieler haben, die den 100-prozentigen Fokus auf ihren Job haben und einzig und allein darauf, dass wir aus dieser schwierigen Phase rauskommen.“

Kruse-Statement: „Immer alles gegeben für den Verein

Unwahrscheinlich also, dass Max Kruse nochmal im Trikot der Wolfsburger zu sehen sein wird, sind sich Sportdirektor und Trainer doch einig. Ein Statement von Kovac auf der PK nach dem Spiel schoss dann aber doch etwas über das Ziel hinaus. Mit „ja“ beantwortete er die Frage, ob nun eine große Bundesliga-Karriere zu Ende gehe. Da es neben Wolfsburg bekanntlich noch einige andere Bundesliga-Vereine gibt, bei denen Kruse unterkommen könnte, liegt dies nun wahrlich nicht alleine in den Händen von Kovac.

Kruse, gewohnt nonkonform, ließ mit der eigenen Stellungnahme dann auch nicht lange auf sich warten. Am Folgetag des Spiels teilte er eine Videobotschaft in den sozialen Medien, in dem er bewusst kämpferisch mit den Aussagen von Kovac umgeht. Dem Vorwurf der fehlenden Identifikation – er „hätte immer alles gegeben für den Verein“ – kann er genauso wenig abgewinnen wie seinem vermeintlichen Karriere-Ende in der Bundesliga: „Ich glaube, ich entscheide selber, wann meine Zeit in der Bundesliga vorbei ist. Das entscheidet niemand anderes für mich.“ Die darauf folgende Instagram-Story kam übrigens aus einem Kino-Saal, inklusive Softdrink und Fastfood. (dpa/sch)

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