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Wo Eintracht Frankfurt besser ist als der FC Barcelona: Mehr Flüge, höhere Gebäude

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Von: Maximilian Bülau

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Der Frankfurter Flughafen.
Im morgendlichen Landeanflug: ein Bild aus Frankfurt. © Imago/Arnulf Hettrich

Mehr geht nicht – zumindest für den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Die Hessen empfangen heute Abend den FC Barcelona zum Viertelfinal-Hinspiel in der Europa League (21 Uhr/RTL).

Über die Favoritenrolle muss nicht groß gesprochen werden. Die Eintracht dümpelt durch die Saison, steht auf Rang neun in der Bundesliga, nur international sorgt sie immer wieder für Lichtblicke. Barcelona dagegen hat die vergangenen 13 Spiele in der Liga nicht verloren, zuletzt sechs Siege in Folge eingefahren. Wir haben dennoch Dinge gefunden, wo Frankfurt besser ist.

Finanzen: Bei diesem Punkt strotzt Frankfurt nur so vor wichtigen Institutionen. Die Europäische Zentralbank, die Deutsche Bundesbank und die Wertpapier-Börse haben hier ihr Zuhause. Hinzu kommen etliche internationale Aufsichtsbehörden, die die Finanzgeschäfte überwachen. Neben mehr als 150 Auslandsbanken, die ihren deutschen Hauptsitz in Frankfurt haben, stellt die südhessische Metropole auch den zweitgrößten Aktienmarkt Europas. Der FC Barcelona hingegen kennt sich beim Umgang mit Geld nicht ganz so gut aus. Gerade hat der Klub das Ausgabenlimit der spanischen Liga um 144 Millionen Euro überzogen, der horrende Schuldenberg des Vereins beträgt derzeit satte 1,35 Milliarden Euro.

Flughafen: Kein anderer Flughafen auf der Welt hat mehr Direktflüge als der Frankfurter. In der Liste der größten Flughäfen Europas nach Passagieraufkommen liegt Frankfurt hinter London, Paris und Amsterdam auf Rang vier. Barcelona kommt zwei Plätze weiter hinten auf Rang sechs – dazwischen liegt Madrid.

Hohe Gebäude: Bis 2004 war Frankfurt die führende Hochhausstadt Europas, bis sie von Moskau abgelöst wurde. Trotzdem stehen in der Main-Metropole weiterhin fünf Wolkenkratzer ab 200 Metern Höhe. Der Commerzbank-Tower (259 Meter) liegt auf Platz elf im kontinentalen Vergleich. Barcelona hat immerhin einen 288 Meter hohen Fernsehturm – den höchsten Spaniens. Allerdings muss er sich auch in dieser Kategorie dem Frankfurter Europaturm beugen, der es auf 337,5 Meter bringt.

Erfahrung: Sicherlich, der FC Barcelona hat viermal die Champions League gewonnen, einmal der Europapokal der Landesmeister, viermal den Europapokal der Pokalsieger, dreimal den Weltpokal. Aber den Uefa Cup und die Europa League stehen nicht in der langen Titel-Liste der Katalanen. Die Eintracht trat dagegen bereits viermal in der Europa League an – und siegte in zwei Endspielen des Uefa Cups 1980 gegen Borussia Mönchengladbach (2:3 und 1:0). 2019 erreichten die Hessen sogar das Halbfinale der Euro League. Das könnte nun ein zweites Mal gelingen. Die Erfahrung spricht für sie.

Personal: Für Trainer Oliver Glasner kann es nicht besser laufen. Gestern verkündete der Eintracht-Trainer, dass sein Team in Bestbesetzung antreten kann. Bis auf Christopher Lenz stehen alle Spieler zur Verfügung. Die Gäste aus Barcelona hingegen müssen auf den niederländischen Nationalspieler Memphis Depay verzichten, der wegen einer Oberschenkelzerrung ausfällt. (Maximilian Bülau und Torsten Kohlhaase)

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