Kritik flacht nicht ab 

Merkel nimmt Özil und Gündogan in Schutz - Aussage des City-Kickers berührt sie

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Angela Merkel hofft, dass das Thema zur Ruhe kommt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die zuletzt heftig kritisierten Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan nach deren öffentlichem Auftritt mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Schutz genommen.

"Ich glaube, die beiden Spieler haben nicht bedacht, was das Foto auslöst mit dem Präsidenten Erdogan", sagte Merkel in der ARD-Talkshow Anne Will am Sonntagabend.

Merkel hofft, dass das Thema angesichts der bevorstehenden Weltmeisterschaft (14. Juni bis 15. Juli) zur Ruhe kommt. Beide Spieler seien Teil der Nationalmannschaft, "und deshalb würde ich mich freuen, wenn mancher Fan auch klatschen könnte". Gündogans Aussage, er spiele weiterhin gerne für Deutschland, habe Merkel als sehr berührend empfunden.

Özil und Gündogan hatten sich Mitte Mai kurz vor Bekanntgabe des vorläufigen WM-Kaders mit Erdogan fotografieren lassen. Gündogan schenkte Erdogan zudem ein Trikot mit der Widmung: "Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll." Es folgte harte Kritik, die beiden Spieler hätten sich für Wahlkampfzwecke missbrauchen lassen.

Beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft am 2. Juni in Österreich wurden beide Spieler ausgepfiffen. Gündogan musste einen ähnlichen Spießroutenlauf auch am 8. Juni in Leverkusen gegen Saudi-Arabien über sich ergehen lassen, Özil verpasste das Spiel angeschlagen.

Auch Philipp Lahm wünscht sich mehr Verständnis der Fans.

SID 

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