Versöhnlicher Abschluss

Mit Klinsmann und Dardai: Hertha holt Punkt zum Europacup-Ende

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Duda grätscht gegen seinen schwedischen Gegenspieler.

Mit einem starken Klinsmann im Tor und einem Dardai im Mittelfeld hat sich Hertha BSC anständig aus der Europa League verabschiedet.

Berlin - Ein B-Team des Berliner Bundesligisten erkämpfte sich im sportlich bedeutungslosen Gruppenabschluss gegen Östersunds FK ein achtbares 1:1 (0:0) - und die Söhne von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Hertha-Coach Pal Dardai hatten entscheidenden Anteil daran. 

Jonathan Klinsmann (20) hielt in der 87. Minute einen Foulelfmeter von Brwa Nouri und sicherte in seinem Pflichtspiel-Debüt für Berlin das Remis. Palko Dardai (18) machte seinen Vater an der Seitenlinie mit einem Lattentreffer (18.) und gelungenen Aktionen stolz. Den Ausgleichstreffer für Hertha erzielte jedoch Ersatz-Kapitän Peter Pekarik (61.), nachdem drei Minuten zuvor Sotirios Papagiannopoulos für die bereits zuvor für die Zwischenrunde qualifizierten Schweden getroffen hatte. Klinsmann und Dardai durften vor nur 15.686 Zuschauern im fast leeren Olympiastadion internationale Erfahrungen sammeln, weil Herthas frühes Europacup-Aus bereits feststand und die Stammspieler geschont wurden. 

Eine Bewährungschance bekamen auch Profis, die zuletzt kaum Spielzeit hatten. Aus der Startelf vom 1:2 am vergangenen Wochenende gegen Eintracht Frankfurt stand einzig Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt auch gegen Östersund von Minute eins an auf dem Platz. Die vielen Umstellungen waren auf dem Rasen natürlich zu sehen. Bei Hertha fehlte es an Automatismen, trotzdem kamen die Hausherren vor allem in Person von Dardai junior, der drei Chancen innerhalb von zwölf Minuten hatte, immer mal wieder gefährlich vor das Tor. Auf der Gegenseite verhinderte Klinsmann bei einem Distanzschuss von Papagiannopoulos mit den Fingerspitzen einen Gegentreffer (31.). 

Das Niveau der Partie war insgesamt sehr überschaubar. Erschwerend kam hinzu, dass kurz nach dem Anpfiff starker Regen einsetzte. Die nasskalten Bedingungen und die traurige Kulisse schienen sich ein wenig auf die Akteure zu übertragen. Herthas Gegner war ohnehin nicht an einem offensiven Schlagabtausch interessiert. Östersund, das als erster schwedischer Klub seit zehn Jahren in die Zwischenrunde der Europa League einzog, konzentrierte sich lange Zeit fast ausschließlich auf die Defensivarbeit. Das Bild änderte sich nach dem Seitenwechsel etwas. Hertha war nicht mehr so aktiv, stattdessen spielten die Gäste gefälliger. Nach dem Rückstand steckte Hertha aber nicht auf und kam schnell zum verdienten Ausgleich.

SID

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