Acht Monate verletzt

Nach 242 Tagen: Marco Reus endlich wieder im Training bei Borussia Dortmund

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Marco Reus (r.) beim Training am Mittwoch.

Marco Reus ist bei Borussia Dortmund nach fast achtmonatiger Verletzungspause ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Auch der vom FC Arsenal umworbene Pierre-Emerick Aubameyang war am Mittwoch noch dabei.

Marco Reus feixte mit seinem wechselwilligen Kumpel Pierre-Emerick Aubameyang, den Ball streichelte der Nationalspieler mit seinen neongelben Fußballschuhen schon wieder wie zu besten Zeiten. Nach 242 endlosen Tagen kehrte der 28-Jährige am Mittwoch ins Mannschaftstraining von Borussia Dortmund zurück, der Weg zurück zur Topform ist für Reus nach seinem Kreuzbandriss aber noch weit.

"Es ist eine positive Nachricht, dass die Untersuchungen anzeigen, dass alles in die richtige Richtung geht. Jetzt werden wir das langsam trainingstechnisch angehen", hatte BVB-Trainer Peter Stöger noch am Dienstag gesagt. Umso überraschender betrat Reus um Punkt 10.30 Uhr am Mittwoch mit seinen Dortmunder Kollegen den Trainingsplatz in Brackel.

Reus, der den Sieg im DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt (2:1) am 27. Mai mit der schweren Knieverletzung bezahlt hatte, machte bei der gesamten Einheit mit. Beim Verlassen des Feldes nach rund 50 Minuten leichten Balltrainings klatschte er breit lachend mit Stöger ab.

Nicht überpacen, lautet nun die Devise für den genialen, aber auch verletzungsanfälligen Offensivstar. Stöger will seinem Star jedenfalls die nötige Zeit geben: "Das Zeichen muss von Marco kommen."

Ein Einsatz schon am Samstag im Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr/Sky) scheint ausgeschlossen. Schließlich gilt es für Reus nicht nur, mit dem BVB das Ziel Champions-League-Teilnahme zu erreichen. Der 28-Jährige peilt auch den Sprung in den Nationalmannschaftskader für die Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) an. Beim WM-Titelgewinn 2014 und der Europameisterschaft 2016 hatte Reus (189 Spiele, 89 Tore für den BVB) verletzungsbedingt passen müssen.

Ob Deutschlands Fußballer des Jahres 2012 aber noch einmal mit seinem kongenialen Partner Aubameyang für die Schwarz-Gelben auf dem Platz stehen wird - geschweige denn noch einmal einen Maskenjubel a la "Batman und Robin" zelebrieren wird -, ist weiterhin unwahrscheinlich.

Zwar trainierte der exzentrische Gabuner auch am Mittwoch mit den Kollegen. Nicht nur das: Der zuletzt suspendierte Bundesliga-Torschützenkönig klatschte mit Stöger ab, lachte mehrfach lauthals und gab bei allenfalls halbherzig ausgeführten Liegestützen den Mannschaftsclown.

Doch die gute Laune kann beim lebenslustigen Aubameyang nicht darüber hinwegtäuschen, dass sein Ziel weiter ein Winterwechsel nach London ist. Seit Tagen schon bessert der FC Arsenal sein Angebot nach, nach Informationen der Bild-Zeitung bieten die Gunners dem BVB mittlerweile 58 Millionen Euro Ablöse für Aubameyang (Vertrag bis 2021).

Auch wenn Arsenal-Teammanager Arsene Wenger zuletzt beteuerte, dass der Klub "viele Optionen" neben dem Gabuner habe und eine finale Entscheidung "noch nicht getroffen" sei, sprechen alle Indizien eine andere Sprache.

Zumal die angeblich von Dortmund geforderten 70 Millionen Euro womöglich gar nicht überwiesen werden müssen. Vielmehr soll angeblich Arsenal-Angreifer Olivier Giroud mit Aubameyang verrechnet werden. Allerdings ist der französische Nationalstürmer bereits 31 Jahre alt, er laboriert derzeit an einer Oberschenkelverletzung und stand überhaupt nur bei neun seiner 25 Pflichtspieleinsätze in dieser Saison die gesamte Spielzeit auf dem Platz. Aber beim Toreschießen soll den Dortmundern ja bald auch Reus wieder helfen.

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