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Schnellcheck zum Bundesliga-Neustart mit Leipzig und Bayern: Nach der Pause knarzt es weniger

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Von: Maximilian Bülau

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Marcel Halstenberg (links) und Benjamin Pavard.
Gleichauf: Leipzig Torschütze Marcel Halstenberg (links) und Bayerns Benjamin Pavard. © Ronny Hartmann/afp

Fußball-Bundesliga? Kennen Sie die noch? Oder anders: Können Sie sich noch an den 13. November 2022 erinnern?

An diesem Sonntag fanden die letzten Partien im deutschen Oberhaus vor der schier endlosen Winter-WM-Pause statt. Und jetzt? Jetzt ist sie zurück, diese Fußball-Bundesliga. Am Freitagabend gab es den Neustart mit dem Topspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München. Wie diese Rückkehr so war? Hier ist der Schnellcheck mit allen Antworten.

Mal als kleine Starthilfe: Wie war die Ausgangssituation?

Ziemlich gewohnt. Die Bayern waren als Tabellenführer beim Dritten in Sachsen zu Gast. Zuletzt hatten beide Siege gegen Aufsteiger gefeiert. RB gewann am 15. Spieltag 2:1 in Bremen, die Münchner 2:0 bei Schalke 04. Sechs Zähler Vorsprung auf Leipzig hatte der Rekordmeister.

Bauten die Bayern diesen Vorsprung weiter aus?

Nein. 1:1 (1:0) hieß es am Ende. Und München ist so noch nicht sicher Halbzeit-Meister.

Wie schlug sich denn Münchens Winter-Neuzugang Sommer?

Einen Tag vor diesem Duell vermeldeten die Bayern ja die Verpflichtung von Yann Sommer, bis dahin Gladbacher, als Ersatz für den verletzten Stammkeeper Manuel Neuer. Der Schweizer stand gegen RB auch gleich im Tor. Das war auf jeden Fall erst mal ein ungewohnter Anblick. Viel zu tun bekam er zunächst nicht. Beim Gegentor war er chancenlos. Ansonsten verlässlich beim Debüt.

Welche Personalien standen sonst im Fokus?

In der schier endlosen Pause passierte auf dem Transfermarkt ja nicht allzu viel in der Bundesliga. Seit dem 1. Dezember 2022 hat Leipzig aber einen neuen Geschäftsführer Sport. Und der heißt Max Eberl. Auch RB hatte also einen Ex-Gladbacher erstmals dabei. Und der stand dann gleich am Sat.1-Mikrofon. Und wurde natürlich zu Sommers Wechsel befragt. Seine Einschätzung: Glückwunsch. Ein guter Transfer für beide Seiten. Er wünsche ihm alles Gute – nur für diesen Abend und die Partie von Sommers Bayern gegen Eberls Leipziger noch nicht. Ach so: RB-Trainer Marco Rose coachte auch schon mal Gladbach. Und gewann mit der Borussia alle Heimspiele gegen München. Nur ist Leipzig eben nicht Gladbach.

Brauchten die Spieler nach dieser langen Pause ein wenig Anlaufzeit?

Einer jedenfalls nicht: Münchens Serge Gnabry. In der 8. Minute traf sein abgefälschter Schuss den Pfosten. In der 37. Minute fand seine Flanke Richtung zweiter Pfosten Eric Maxim Choupo-Moting. Der hielt den Fuß hin – 1:0. Zwischendurch klappte hier und dort noch längst nicht alles. Viele Chancen gab es nicht. Also ja: Es knarzte noch etwas.

Hielt dieses Knarzen 90 Minuten lang an?

Es wurde zumindest weniger. Weil Leipzig auftaute. Und mit Flanken in den Rücken der Abwehr immer wieder gefährlich wurde. Und auch erfolgreich war. So wie in Minute 52. André Silvas Hereingabe legte Dominik Szoboszlai per Kopf quer, Marcel Halstenberg drückte den Ball über die Linie. 1:1. Alles wieder offen. Und auch die Partie wurde offener. Dayot Upamecano hatte Glück, dass sein Foul an Szoboszlai als letzter Mann kurz hinter der Mittellinie passierte und nur mit Gelb bestraft wurde. Leipzig war nun das bessere Team. Die Bayern wankten zeitweise. Aber sie fielen nicht. Es blieb beim 1:1. Bei einem Ergebnis, das so durchaus in Ordnung ging.

Wie war die Übertragung im TV?

Zum Neustart gab es ja gleich zwei Möglichkeiten, dieses Auftaktspiel zu verfolgen. Sat.1 oder Dazn? Wer den Text aufmerksam gelesen hat, der weiß: Wir haben das kostenlose Sat.1 geschaut. Wolff-Christoph Fuss kommentierte. Und stellte nach einer halben Stunde fest: „Die kalibrierten Linien sind auch zurück aus der Winterpause.“ Vorausgegangen war eine lange Unterbrechung, in der das vermeintliche 1:0 für die Bayern durch Leon Goretzka überprüft wurde. Ergebnis: Es zählte nicht. Erkenntnis: Fuss ist deutlich unterhaltsamer als Videobeweis-Pausen. Die sind viel zu oft auch schier endlos. (Maximilian Bülau)

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