FCB schaltet Regierung ein

Nach Stadion-Prügelei: Rummenigge ergreift drastische Maßnahme

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Karl-Heinz Rummenigge hat sich an die Bundesregierung gewandt. 

München - Beim Champions-League-Spiel in Madrid ging die spanische Polizei heftig gegen die Fans des FC Bayern vor. Karl-Heinz Rummenigge hat sich deswegen nun an die Bundesregierung gewandt. 

Das Champions-League-Spiel des FC Bayern bei Real Madrid sorgte aus gleich mehreren Gründen für erhitzte Gemüter. Sportlich bedeutete die Niederlage das Aus in der Königsklasse. Dazu kamen krasse Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, wie der unberechtigte Platzverweis gegen Arturo Vidal und die beiden Abseitspositionen von Cristiano Ronaldo vor den Toren zum 2:2 und 3:2, die beide nicht geahndet wurden. Und obendrein ging die spanische Polizei bei einem Einsatz im Gästeblock in der Halbzeitpause ziemlich hart gegen Bayern-Fans vor. Die Beamten setzten unter anderem Schlagstöcke ein, wie die Fernsehbilder zeigen. 

Wie der FC Bayern am Tag nach dem Spiel bekannt gab, hat der Verein bei der UEFA eine Beschwerde gegen des Vorgehen der spanischen Polizei eingereicht. Die Fanvereiningung Club Nr. 12 geht nach Informationen von tz.de außerdem davon aus, dass betroffene Bayern-Fans wegen des Vorfalls Anzeige erstatten werden.

Bayern bittet Bundesregierung um Hilfe

Die Klubführung geht jetzt sogar noch einen Schritt weiter. Wie der Verein am Samstag in einer Pressemitteilung mitteilte, haben Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und sein Stellvertreter Jan-Christian Dreesen einen Brief an das Bundeskanzleramt geschrieben. Darin bittet der FC Bayern die Bundesregierung darum, „im Namen des FC Bayern bei der spanischen Regierung gegen den unverhältnismäßigen, gewalttätigen Polizeieinsatz Protest einzulegen und Aufklärung zu verlangen“, heißt es in der Mitteilung. Bei der Auseinandersetzung ging es um ein nicht genehmigtes Banner. Das rechtfertige aber „keineswegs das brutale Vorgehen spanischer Polizisten“, so Rummenigge in der Mitteilung. 

Die Bundesregierung bestätigte den Eingang des Schreibens im Bundeskanzleramt. „Von dort wurde es an das Auswärtige Amt weitergeleitet, wo nun das weitere Vorgehen geprüft wird“, teilte ein Sprecher mit.

Der Vorstandschef des FC Bayern tobte schon unmittelbar nach der Partie gegen Real, allerdings aus einem anderen Grund. Rummenigge kritisierte die Leistung von Schiedsrichter Kassai massiv und gab dem Unparteiischen die Schuld am Ausscheiden aus der Champions League, wie unter anderem auf tz.de berichtet wurde. „Ich habe heute zum ersten Mal so etwas wie wahnsinnige Wut in mir. Wut, weil wir beschissen worden sind“, sagte Rummenigge beim Bankett nach dem Spiel. 

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sr mit dpa

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