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Nagelsmann nennt Kniff, wie er Mané aus Krise holte - lässt aber wichtige Frage offen

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Von: Nico Scheck

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Bayern-Trainer Julian Nagelsmann wechselt Sadio Mané gegen den FC Augsburg nach schwacher Leistung aus.
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hat Sadio Mané auf die linke Seite beordert. © Markus Fischer/imago

Beim 6:2 gegen Mainz ist Sadio Mané erstmals in einem Spiel für den FC Bayern an drei Toren direkt beteiligt. Julian Nagelsmann nennt das Erfolgsrezept.

München - Krise? Welche Krise? Der FC Bayern marschiert auch in der Bundesliga weiter munter gen Tabellenspitze. Zwischenzeitlich standen die Münchner sogar ganz vorne, ehe Union Berlin am Sonntag durch einen Last-Second-Sieg (2:1 gegen Gladbach) wieder vorbeizog.

Passend zur neuen Hochform der Bayern blüht auch Sadio Mané immer mehr an der Isar auf. Beim 6:2-Sieg gegen den FSV Mainz 05 am Samstag war der Senegalese an drei Toren direkt beteiligt. Das 3:0 erzielte er selbst, das 1:0 durch Serge Gnabry und das 4:1 durch Leon Goretzka bereitete er vor. Läuft doch beim FC Bayern. Dabei hängt Manés ansteigende Formkurve auch mit einem simplen Trainer-Kniff zusammen.

Nagelsmann nennt Kniff, um Mané aus der Krise zu holen

Denn seit der Länderspielpause Mitte September setzt FCB-Trainer Julian Nagelsmann Mané auf dem linken Flügel ein. Zuvor musste der 30-Jährige meist als Mittelstürmer ran. Eine Position, die ihm nicht sonderlich liegt. Jetzt, auf der linken Seite, schießt sich Mané nach und nach aus seinem Formloch. Sechs Tore aus neun Spielen lautet die Bilanz.

Auch Nagelsmann betont immer wieder seinen Mané-Kniff. Nach dem Freiburg-Spiel (5:0) sprach der Coach von „der Idee dahinter, dass er gut reinkommt“. Und nun wiederholte Nagelsmann diesen Tenor nach dem Mainz-Sieg. Manés gute Entwicklung liege auch an der Versetzung auf die „angestammte Position“ auf dem linken Flügel. Denn: „Er hat es auf dieser Position über Jahre hinweg in Liverpool brillant gemacht.“

Mané stimmte seinem Trainer am Samstag zu. „Ich habe mein ganzes Leben auf der linken Seite gespielt“, betonte er.

Mané-Fehler ausgebügelt

Aber warum hatte der Bayern-Trainer Mané dann zunächst im Sturmzentrum aufgestellt? Diesen Fehler muss sich Nagelsmann durchaus ankreiden lassen. Klar, Mané hatte auch zu Beginn der Saison getroffen. Da ließ Nagelsmann aber auch noch im 4-2-2-2, sprich mit Doppelspitze, spielen. Sobald die Umstellung auf das 4-2-3-1 erfolgt war, blieben die Mané-Tore aus.

Beispielhaft: das Spiel gegen Inter Mailand (2:0) in der Champions League. Nagelsmann erklärte nach der Partie, dass es Mané als „Zielspieler nicht leicht“ habe. Es dauerte jedoch noch bis nach der Länderspielpause, ehe der Blondschopf final reagierte.

Und die Reaktion hat sich ausgezahlt. Nach der Partie gegen Mainz wurde Bayern-Boss Oliver Kahn gefragt, ob Mané denn nun im Bayern-Kader angekommen sei. Seine Antwort: „Für mich ist er schon lange angekommen.“ (nc)

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