Fußball-Bundesliga: Hannover 96 erwartet VfL Wolfsburg zum Niedersachsen-Duell

Nur nicht ins Hemd machen

Das Niedersachsen-Duell in der Fußball-Bundesliga: Kevin De Bruyne (re.) muss mit seinem VfL Wolfsburg am Samstag bei Hannover 96 um Christian Schulz antreten. In den vergangenen Duellen setzten sich in diesen Partien meist die Roten durch. Foto: dpa

Hannover/Wolfsburg. Es gab Zeiten, da hatten es beide Klubs nicht so leicht. Hannover 96 erwartet heute (15.30 Uhr) den VfL Wolfsburg zum Niedersachsen-Duell, das gleichzeitig auch das Spiel zwischen den beiden besten norddeutschen Mannschaften ist. Werder Bremen hat sich zuletzt wieder etwas berappelt, dümpelt aber immer noch im Tabellenkeller. Eintracht Braunschweig spielt nach einem einjährigen Abstecher wieder in der zweiten Liga, der auch der taumelnde Hamburger SV immer näher kommt. Sorgenfreien Fußball, den gibt’s nur noch in Hannover und Wolfsburg.

Statistik spricht für 96

Hannover präsentierte sich in den vergangenen Jahren stets heimstark und hatte in den direkten Duellen gegen den Nachbarn meist die Nase vorn. Fünf Derby-Pleiten für den VfL und gleich sieben Niederlagen in Serie gegen Hannover 96 für Dieter Hecking – die jüngere Bilanz der Wolfsburger und die persönliche ihres Trainers im Nachbarschaftsduell sind ziemlich trist. „Es gibt keinen Grund, sich da ins Hemd zu machen“, sagt Manager Klaus Allofs vom klaren Favoriten Wolfsburg deutlich.

Sein Trainer Hecking hatte dagegen gar keine Lust über seine eigene ernüchternde Bilanz gegen seinen Ex-Club und die seines aktuellen Teams zu sprechen. Seit seinem Aus in Hannover 2009 verlor er viermal mit dem 1. FC Nürnberg und bislang dreimal mit Wolfsburg bei den 96ern. Doch auch Hannovers Coach Tayfun Korkut war beim Gedanken an die Traumserie seiner Mannschaft gegen den VfL gar nicht wohl. „Das sind nur Statistiken. Die werden am Samstag fortgeschrieben. Entweder in die eine oder in die andere Richtung“, meinte Korkut schulterzuckend.

Schon einmal in diesem Jahr waren er und sein Team klarer Außenseiter im Duell gegen Wolfsburg. Ende Januar gab der damals völlig unbekannte Coach sein Bundesliga-Debüt für die in Abstiegsnot geratenen Hannoveraner nach der Beurlaubung von Mirko Slomka beim scheinbar übermächtigen VfL.

Der hatte damals seinen luxuriösen Kader mit gut 20 Millionen Euro für Kevin De Bruyne weiter verstärkt, verlor dennoch zum Rückrundenauftakt 2013/2014 überraschend 1:3. „Das war eine komplett andere Situation“, sagte Korkut nun und atmete tief durch: „Wir spielen gegen einen Gegner in einer sehr, sehr guten Verfassung. Die gehören zu den drei stärksten Mannschaften der Liga. Wolfsburg spielt sehr stabil. Das wird kein einfaches Spiel, in dem wir nicht der Favorit sind.“

Der Meister von 2009 baut auf seine gute Form und auf die Unterstützung von 2500 Fans unter den erwarteten 43 000 Fans in der nicht ausverkauften HDI-Arena. Die jüngere Statistik kann Wolfsburgs Manager Allofs sowieso nicht beeindrucken. „Das ist mir egal – es geht wieder bei null los. Wir werden gut vorbereitet sein.“ (dpa/raw)

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