Vor Kongress der FIFA

Niersbach: Internationales Ansehen des DFB ist gut

+
Wolfgang Niersbach sieht das internationale Ansehen des DFB durch die WM-Affäre nicht geschädigt.

Zürich - Ex-DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sieht trotz der Ermittlungen um die WM-Vergabe 2006 keinen Schaden für die Reputation des deutschen Fußballs.

"Bei den vielen Sitzungen der vergangenen Monate waren die Fragen zur WM 2006 nur ein Randthema. Das internationale Ansehen des DFB ist nach meiner Wahrnehmung unverändert gut", sagte Niersbach vor dem außerordentlichen Wahlkongress der FIFA am Freitag in Zürich der Deutschen Presse-Agentur.

Das deutsche Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees, das im Zuge der Untersuchungen zum Sommermärchen sein nationales Amt aufgab, sprach sich für UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino als Nachfolger von Weltverbandschef Joseph Blatter aus. Dessen schärfsten Konkurrenten, Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa aus Bahrain, forderte Niersbach zu einem klaren Bekenntnis für die Einhaltung der Menschenrechte auf.

"An die Spitze der FIFA kann nur eine Person gewählt werden, die gerade auch in dieser Hinsicht völlig unbelastet ist. Scheich Salman, den ich im Exko der FIFA als einen sehr sachlich auftretenden Mann kennengelernt habe, ist sicher gut beraten, sich im Vorfeld der Wahl eindeutig zu diesem Thema zu erklären", sagte Niersbach. Der Präsident der asiatischen Konföderation sieht sich Vorwürfen zu seiner Rolle während der Niederschlagung der Demokratiebewegung in seinem Heimatland im Jahr 2011 ausgesetzt.

dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.