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Nkunku fällt aus, Kolo Muani rückt nach: So viel Bundesliga steckt in der WM

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Von: Maximilian Bülau

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Christopher Nkunku.
Fällt aus: Christopher Nkunku. © Bertrand Guay/afp

Für Christopher Nkunku war es ein Schock, für Randal Kolo Muani das große Glück: Weltmeister Frankreich muss nach einer Verletzung im Training auf Leipzigs Nkunku verzichten.

Der 25 Jahre alte Offensivmann hat sich eine Verstauchung des linken Knies zugezogen. Für ihn rückt der Frankfurter Randal Kolo Muani nach. Damit bleibt es bei 80 Bundesliga-Spielern, die an dieser Fußball-WM in Katar beteiligt sein werden. Die deutschen Spielklassen stellen das drittgrößte Kontingent ab.

2010 in Südafrika hatten die Bundesligen noch 84 Akteure beigesteuert, seitdem war die Zahl aber gesunken. In Brasilien 2014 waren es noch 77, in Russland 2018 liefen nur 67 Bundesliga-Kicker auf. Nun geht der Trend wieder in die andere Richtung – allerdings dürfen die Nationaltrainer auch 26 statt 23 Spieler in ihr Aufgebot berufen. Die meisten Fußballer stellt die englische Premier League ab (156), auf Platz zwei liegt die spanische Primera Division (86). Hinter Deutschland folgt die italienische Serie A (70) – und das, obwohl die Italiener selbst gar nicht bei der WM dabei sind. Auf Platz fünf liegt Frankreich (55). Allerdings haben die Franzosen nur sechs Spieler aus der heimischen Liga nominiert.

Spitzenreiter in Sachen Abstellungen ist der FC Bayern. Gleich 17 Fußballer vom deutschen Rekordmeister sind in Katar dabei. Sieben von ihnen spielen ab kommenden Mittwoch, wenn das DFB-Team zum Auftakt auf Japan trifft, für Deutschland. Kurioserweise sind es eben diese Japaner, die noch vor der Schweiz und nach der deutschen Nationalmannschaft die meisten Spieler aus Deutschland im Kader haben. Mit Ritsu Doan (Freiburg), Ko Itakura (Gladbach), Daichi Kamada (Frankfurt), Takuma Asano (Bochum) Hiroki Ito, Wataru Endo (beide Stuttgart), Maya Yoshida (Schalke) und Ao Tanaka (Düsseldorf) sind acht Bundesliga-Akteure bei den Asiaten dabei.

Sieben Fußballer aus Deutschland hat die Schweiz dabei. Das sind: Gregor Kobel (Dortmund), Yann Sommer, Nico Elvedi (beide Gladbach), Edimilson Fernades, Silvan Widmer (beide Mainz), Djibril Sow (Frankfurt) und Ruben Vargas (Augsburg). Hinter Japan und der Schweiz folgen Frankreich und Dänemark mit jeweils sechs Akteuren aus der Bundesliga, Kroatien hat fünf dabei, Belgien drei.

Mit Uruguay, Brasilien, dem deutschen Gegner Costa Rica, Mexiko, Saudi-Arabien, Wales und Katar sind lediglich sieben Nationalteams am Start, die gar keinen Spieler im Aufgebot haben, der in Deutschland aktiv ist. Bemerkenswert dabei: Gehören Saudi-Arabien und Katar zu den Zwergen bei dieser WM und hat Wales nur selten Legionäre in Deutschland, stammen vier dieser sieben Teams ohne deutsche Beteiligung aus Süd- und Mittelamerika. Vor allem Brasilianer haben in der höchsten deutschen Liga lange Zeit Tradition gehabt. Derzeit sind aber nur fünf Brasilianer in der Bundesliga aktiv. (Maximilian Bülau)

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