BVB siegt in Mönchengladbach 1:0

Schnellcheck zum DFB-Pokal: Noch ist Terzic der Chef im Ring

(von links)  Jude Bellingham, Jadon Sancho, Erling Haaland und Marco Reus (verdeckt).
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Freude über das 1:0: (von links) Dortmunds Jude Bellingham, Jadon Sancho, Erling Haaland und Marco Reus (verdeckt).

Corona ließ nur ein Spiel zu am ersten Abend des Pokal-Viertelfinales. Das aber hatte es in sich. Weil die Borussia auf die Borussia traf.

Und der Chef auf seinen zukünftigen Vize. Gladbach gegen Dortmund also. Wie es ausging, sagt der Schnellcheck.

Wer war denn nun der Chef im Ring?

Das Ergebnis könnte zumindest Grundlage künftiger Konflikte sein. Denn der kommende Co-Trainer bezwang den Chef. Heißt: Edin Terzic gewann mit Borussia Dortmund das Duell der Fußball-Bundesligisten bei Marco Roses Mönchengladbachern. Die Gäste setzen sich mit 1:0 durch in einer Partie, in der der Videobeweis einmal mehr eine große Rolle spielte. Das Ergebnis verschärft Roses Probleme bei seinem zukünftigen Ex-Verein. Und Terzic könnte sich in der kommenden Saison die eine oder andere Spitze erlauben.

Begann das Duell verhalten oder im offenen Schlagabtausch?

Jedenfalls furios. Mit einer dicken Chance für Marcus Thuram, der nach dem Zuspiel von Jonas Hofmann das Tor in der zweiten Minute aus zwei Metern um zwanzig Zentimeter verfehlte. Glück für Dortmund, das aber auch Pech hatte: Raphael Guerreiro musste nach fünf Minuten verletzt raus. Danach ging es erst einmal verhalten weiter.

Wann kam dann wieder Fahrt in die Auseinandersetzung?

Ende der ersten Hälfte. Als erst Erling Haaland allein vor Gladbachs Pokal-Torhüter Tobias Sippel auftauchte, aber deutlich vergab (36.). So etwas passiert dem Norweger nur ganz selten. Thuram machte es schließlich auf der anderen Seite besser, ließ Emre Can ins Leere rutschen und traf zum 1:0 (45.+2). Aber: Videobeweis. Und der Franzose stand hauchdünn im Abseits.

Mehr Tempo nahm die Partie dann in der zweiten Hälfte wieder auf. In der 53. Minute machte Haaland nach einem Querpass von Marco Reus das 1:0 für den BVB. Aber: wieder Videobeweis. Der Torschütze hatte sich auf dem Weg in den Strafraum Ramy Bensebaini unfair entledigt. Wieder wurde das Tor einkassiert. Immer noch 0:0.

Wem gelang schließlich der entscheidende Schlag?

Dem BVB. In Person von Jadon Sancho. Nach einer Gladbacher Ecke schalteten die Dortmunder schnell um. Über Reus gelangte der Ball zu Sancho, dessen Schuss landete erst am Innenpfosten und trudelte dann ins Netz (66.). Aber: natürlich wieder Videobeweis. Während der Treffer noch überprüft wurde, ging der vermeintliche Torschütze schon angeschlagen vom Feld. Als Schiedsrichter Sascha Stegemann das Tor dann anerkannte, saß der Engländer bereits mit einem Eisbeutel um den Oberschenkel auf der Bank.

Gab es einen Aufreger?

Zumindest regte sich Bensebaini in der Nachspielzeit noch einmal richtig auf. Als er von Mahmoud Dahoud gefoult wurde. Der hatte in der ersten Hälfte bereits die Gelbe Karte gesehen – und musste nun mit Gelb-Rot vom Feld. Am Ergebnis änderte das nichts mehr. Dortmund steht als erster Halbfinalist des DFB-Pokals fest. Die letzten beiden Duelle vor dem Finale werden am Sonntag ab 18.30 Uhr ausgelost.

Und wie war die Übertragung in der ARD?

Es ist ja mittlerweile schon eine Freude, wenn es mal Live-Fußball in der ARD gibt. Alles etwas beschaulicher, etwas weniger Marktschreierei. Und dank Tom Bartels bekam der Zuschauer alle wichtigen Informationen schon vor dem Anpfiff. Zusammengefasst: Die Temperaturen waren frühlingshaft, wenn auch etwas kühler als am Nachmittag. Der Rasen war in gutem Zustand, auch wenn es natürlich besser geht. Denn: Vor Kurzem lag hier noch Schnee! Und damit zurück zum Wetterbericht. (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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