Köln und Leipzig siegen deutlich 

Null zu fünf, null zu fünf. Hertha BSC und Schalke blamabel

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Fassungslos: Schalkes Benito Raman nach dem 0:5 gegen Leipzig.

Diese Heimpleiten hatten es in sich: Hertha BSC erntete für die 0:5-Niederlage gegen Köln Hohn und Spott. Der FC Schalke 04 hat nach dem 0:5 gegen Leipzig gleich zwei Probleme – auf der Torhüter-Position und im Angriff.

Hertha BSC

Wer den Schaden hat ... Die Redewendung ist bekannt. Hertha BSC schadet in den vergangenen Wochen sich selbst. Und das sorgt für Spott. Zum Beispiel diesen: „Hertha gegen Köln. Auf der einen Seite der krasseste Karnevalsverein der Bundesliga. Auf der anderen Seite der Effzeh.“ Verfasser: Das Online-Portal Fums.

Wer die Überschriften verschiedener Medien liest, der muss gar nicht wissen, dass die Berliner zuhause gegen Köln eine Klatsche kassiert hatten. „FC vernascht Berlin“, schrieb der Express. „Hertha, hier hört der Spaß auf“ stammt vom Tagesspiegel und „Hertha BSC oder der Klub ohne Kompass“ von der Berliner Morgenpost.

Die letzte Schlagzeile fasst die Situation des Hauptstadtklubs wohl am besten zusammen. Wo will die Hertha eigentlich hin? Der selbst ernannte Big-City-Klub schlingert in Richtung Tabellenende. Der 2:1-Sieg in der Woche zuvor gegen Paderborn? Offenbar nicht mehr als ein Ausrutscher nach oben. Klinsmann, Windhorst und die Millionen bringen die Berliner nicht nach vorn, sondern werfen sie zurück.

So weit die Momentaufnahme. Das 0:5 im eigenen Stadion gegen Kölner, die am vergangenen Wochenende 1:4 verloren hatten, es deckte gnadenlos auf, dass in Berlin nicht viel zusammenpasst. Trainer Alexander Nouri muss Klinsmanns Scherben aufkehren und hat dabei ein Team zur Verfügung, das im Winter für 75 Millionen Euro mehr verunsichert als verstärkt wurde.

Nouri muss die teuren Einkäufe spielen lassen, die sind nicht integriert. Die Mannschaft hat keinen Plan, keine Idee, nur ein großes Ziel. Schaut Nouri auf den Kompass, dann zeigt der nach Süden. Nach Unten.

Schalke 04

Die Kommentare auf der Facebook-Seite des FC Schalke sind deutlich. „Das kann man sich auch als Schalker nicht mehr schönreden,“ steht da.

Oder: „Was für eine Packung. Seit dem Gladbachspiel läuft nichts mehr.“ Und sarkastisch: „Ist ja Karneval. Domenico Tedesco geht dieses Jahr als David Wagner.“

0:5 gegen Leipzig. Gegen das Schalke im Hinspiel 3:1 gewonnen hatte. Doch das Schalke 2020 ist nicht mehr das der überragenden Hinrunde. Obwohl der Trainer natürlich kein verkleideter Tedesco ist. Mit Ausnahme des 2:0 gegen Gladbach und der Schlussphase des Pokalsieges gegen die Hertha, funktioniert auf Schalke derzeit nur noch wenig. Das fängt beim Torhüter an. Alexander Nübel ließ den zwar flatternden, aber haltbaren Schuss von Marcel Sabitzers nach nur 50 Sekunden passieren. Später unterlief er hohe Bälle, irrte durch den Strafraum. Es gab nun doch Pfiffe der königsblauen Fans, die den angekündigten Wechsel zum FC Bayern nicht verzeihen.

Nübel legte so den Grundstein. Den Rest erledigten seine Vorderleute. Schalke ist ausrechenbar geworden. Auch weil mit Amine Harit das personifizierte Überraschungsmoment im Spiel seiner Form hinterherläuft. In den ersten 45 Minuten schaffte Schalke keinen einzigen Torschuss. In fünf Liga-Spielen gab es zuletzt nur einen Treffer.

Leipzig ist da das genaue Gegenteil. Die Lust auf Tore, die Nagelsmann seinem Team vermittelt, war 90 Minuten lang zu spüren. Die weiteren vier Treffer wurden herausgespielt mit einer Leichtigkeit, die auch dem FC Bayern Respekt im Titelkampf einflößen muss.

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