Dortmund siegt, Leipzig verliert, Sheriff gelingt Sensation

Schnellcheck zum Champions-League-Dienstag: Ohne Haaland macht"s mal Malen

Donyell Malen (links) und Jude Bellingham.
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Na endlich: Donyell Malen (links) freut sich mit Jude Bellingham über sein erstes Tor für den BVB.

Haaland war nicht da. Nkunku sorgte weiter für Furore. Es wimmelte nur so von großen Namen zwischen Mailand und Madrid – so sind sie, die Abende in der Fußball-Champions-League.

Wie alles endete, vor allem für Dortmund und Leipzig, das verrät der Schnellcheck.

Wie lief es denn für die Borussia aus Dortmund ohne ihren Superstar?

Erling Haaland musste wie schon zuletzt in der Bundesliga passen. Dafür war Kapitän Marco Reus wieder dabei. Im Angriff ruhten die Hoffnungen ohne die norwegische Lebensversicherung auf Neuzugang Donyell Malen. Der hatte bis dahin kein Pflichtspieltor für den BVB erzielt. Gegen Sporting Lissabon traf er nach 28 Minuten – stand vorher aber im Abseits. Dort befand sich der 22-Jährige meistens, wenn die Dortmunder mal eine gefährliche Offensivaktion hatten. Vielleicht hatte Trainer Marco Rose schon die Taktiktafel vorbereitet, um dem Niederländer die Regel noch mal genauer zu erklären. Doch nach der 37. Minute hätte er die Tafel in diesem Fall wieder neben seinem Stuhl verstaut: Traumpass von Jude Bellingham auf Malen – und der bleibt eiskalt und schiebt ein. Sein erstes Tor nach 520 Minuten im schwarz-gelben Trikot. Und: Er stand dieses Mal nicht im Abseits. Einmal traf Malen in dieser Partie noch. Sie ahnen es – dabei stand er wieder im Abseits (74.). Dennoch siegte der BVB 1:0.

Und wenn Nkunku trifft, kann Leipzig dann auch mal gewinnen?

Mit den Toren des Franzosen ist das ja so eine Sache. Zuletzt hatte Christopher Nkunku in der Bundesliga zweimal getroffen. Am Ende stand es 6:0 gegen die Hertha. Aber okay, es war eben nur die Hertha. In der Champions League hieß der Gegner zuletzt Manchester City. Nkunku schlug sagenhafte dreimal zu. Haken: Leipzig verlor trotzdem 3:6. Gegen Brügge dauert es nun nur fünf Minuten, da hieß es schon wieder: Tor Nkunku. Der 23-Jährige schloss eine schöne Kombination ab. Haken: Die Belgier glichen in der 22. Minute durch Hans Vanaken aus.

Kam der Bundesligist trotzdem zum ersten Sieg?

Trotz Nkunku: Nein! Brügge steigerte sich nach dem Ausgleich immer mehr. Leipzig verteidigte phasenweise pomadig. So auch beim 1:2, als die Gäste solange kombinieren konnten, bis Mats Rits endlich freistand und einschob (41.). Nach dem Wechsel drängt und drückte RB. Die Lücke fand aber niemand mehr. Auch Nkunku nicht.

Wo herrschte der größte Starfaktor an diesem Abend?

Inter Mailand war am Start. Real Madrid. Liverpool. Aber der große Tummelplatz der Stars hieß Paris, wo St. Germain auf Manchester City traf. Messi, De Bruyne, Mbappé, Grealish, Sterling. Bei so viel Glanz in der Hütte packte Neymar gleich mal einen glanzvollen Hackentrick aus. Das frühe Tor aber schoss mit Idrissa Gueye einer aus der Reihe der 1-B-Promis. Der Senegalese brachte Paris in der 8. Minute in Führung. Das 2:0 war dann standesgemäß: Messis erster Treffer für Paris.

Neben den Stars. Wie schlugen sich die Kleinen?

Und vor allem: DER Kleine schlechthin. Sheriff Tiraspol aus Moldau begeistert ja nicht nur durch einen tollen Vereinsnamen. Am ersten Spieltag hatte der Königsklassen-Debütant Donezk 2:0 besiegt. Nun war der Sheriff beim König zu Gast – bei den Königlichen von Real Madrid. Pausenstand: 1:0 für den Außenseiter durch einen Treffer von Jasurbek Yaxshiboyey (25.). Real brauchte einen Elfmeter für den Ausgleich durch Karim Benzema (65.). Kurz vor Schluss noch einmal der Torschrei aus Madrid. Und tatsächlich traf Sebastien Thill zum 2:1 für Sheriff – die Sensation war perfekt.

Wie war die Übertragung der Spiele?

Das wollen jetzt vor allem die wissen, die immer noch verzweifelt TV schauen. Und sich wundern, dass sie nichts sehen. Wer sehen will, der muss heutzutage streamen. Wie wir in der Konferenz bei Dazn (wegen der vielen Stars). Und im Dortmunder Einzelspiel bei – ähm – Amazon (wegen der Haaland-Frage). Die Enttäuschung: Der Online-Versand schaffte es nicht, den Überflieger-Norweger rechtzeitig gesund im Stadion abzuliefern. Wir hatten trotzdem Spaß mit der Borussia. Und haben nebenbei online ein Haaland-Poster bestellt. (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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