Auffälligkeiten des Auslandsfußballs

Paris verliert, Paris gewinnt

Kevin Volland.
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Abgedreht zum Jubeln: Monacos Angreifer Kevin Volland sorgte fast im Alleingang für den Sieg gegen Paris St. Germain.

Während die Fußball-Männer von Paris St. Germain gegen Monaco eine bittere Niederlage kassierten, sorgten die Frauen aus der französischen Hauptstadt für das Ende einer unglaublichen Serie.

Auch in Österreich endete ein Erfolgslauf. Einen tollen Sololauf legte dagegen Timo Werner hin. Auffälligkeiten des Auslandsfußballs:

Vollands Lauf: Zugegeben, bislang lief es für Kevin Volland (28), der im Sommer von Bayer Leverkusen zur AS Monaco gewechselt war, noch nicht so rund. In seinem siebten Spiel Anfang November gelangen ihm die ersten beiden Treffer beim 4:0 gegen Bordeaux. Nun war Serienmeister Paris St. Germain zu Gast – und führte nach einem Doppelpack von Kylian Mbappé nach 37 Minuten 2:0.

Doch dann kam der Lauf von Volland. Das 2:1 und 2:2 erzielte er selbst. Anschließens holte er einen Strafstoß heraus, den Cesc Fàbregas zum 3:2 für Monaco verwandelte. So verlor Paris am Ende doch noch – und dessen deutscher Trainer Thomas Tuchel wackelt mehr denn je.

Lyons Lauf: Wettbewerbsübergreifend hatten die Frauen von Olympique Lyon 73 Spiele in Folge nicht verloren. In der Liga waren es sogar 80 Partien ohne Niederlage. Eine unglaubliche Serie – die nun beendet wurde. Und zwar von Paris. St. Germain. Anders als die Männer siegten die Frauen aus der französischen Hauptstadt. 1:0 hieß es am Ende durch einen Treffer von Marie-Antoinette Katoto in der zehnten Minute.

Und nicht nur das: Auch bei der letzten Niederlage von Lyon hieß der Gegner Paris. Das war im Pokalfinale 2018. Auch damals siegten die Pariserinnen 1:0. Und auch damals hieß die Torschützin Katoto. Lyon hat die letzten 14 Meisterschaften in Frankreich gewonnen sowie zuletzt fünf Mal in Folge die Champions League. Nun aber ist Paris Tabellenführer. Übrigens: Es war auch das Duell zweier deutscher Nationalspielerinnen. Bei Lyon steht Dzsenifer Marozsán unter Vertrag, bei Paris verdient Sara Däbritz ihr Geld.

Salzburgs Lauf: Der Serienmeister in Österreich heißt RB Salzburg. Der kommende Champions-League-Gegner der Bayern am Mittwoch hat zwar keinen Lauf wie Lyon vorzuweisen. Doch keine Niederlage in der Liga seit März, keine zuhause seit Februar – auch das ist bemerkenswert. Nur: Auch dieser Lauf ist nun vorbei. Salzburg verlor am Samstag sein Heimspiel gegen Sturm Graz 1:3. Und Trainer Jesse Marsch hatte keine B-Mannschaft spielen lassen, sondern seine erste Elf.

Werners Lauf: Ohne Kai Havertz, dafür aber mit Timo Werner und erstmals auch Antonio Rüdiger in der Startelf gewann der FC Chelsea 2:0 gegen Newcastle United. Das 1:0 für die Londoner resultierte aus einem Eigentor. Beim 2:0 hatte Werner dann seinen großen Auftritt. Oder besser gesagt: seinen großen Lauf. Er sprintete über 60 Meter und bediente dann noch Mitspieler Tammy Abraham mustergültig. (Maximilian Bülau)

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