Auf Leihbasis mit Kaufoption

Perfekt: Mario Gomez wechselt zu Besiktas

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Mario Gomez.

Istanbul - Mario Gomez konnte beim AC Florenz die Erwartungen in der Serie A nie wirklich erfüllen. Nun wechselt er in die Türkei - auch, um sich bei Besiktas Istanbul wieder für die Nationalmannschaft zu empfehlen.

Nach zwei Jahren beim AC Florenz wechselt der deutsche Nationalstürmer Mario Gomez zum türkischen Spitzenclub Besiktas Istanbul. Der Fußball-Profi werde zunächst für eine Saison ausgeliehen, teilten beide Vereine am Donnerstag mit. Besiktas sicherte sich auch eine Kaufoption für den 30 Jahre alten Angreifer, der am Nachmittag in Istanbul landen sollte. Gomez selbst veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite ein Foto von sich mit einem Besiktas-Trikot und schrieb dazu „Merhaba Besiktas“ (Hallo Besiktas).

Nach zwei enttäuschenden Jahren in Italien könnte sich Gomez mit mehr Spielpraxis und Toren in der türkischen Süper Lig auch wieder für die deutsche Nationalmannschaft empfehlen. Sein bislang letztes Spiel im DFB-Trikot absolvierte der frühere Bundesligaprofi im September 2014 gegen Argentinien (2:4), die WM in Brasilien hatte er verpasst.

Bei Besiktas Istanbul wird Gomez neuer Teamkollege des früheren Hoffenheimers Andreas Beck, der seit wenigen Wochen ebenfalls für den 13-maligen türkischen Meister spielt. Auch mit Nationalspieler Lukas Podolski, der vom FC Arsenal zu Galatasaray Istanbul gewechselt war und sich dort für einen EM-Einsatz empfehlen will, wird es in der Türkei ein Wiedersehen geben. Zudem wechselten zuletzt weitere internationale Stars wie Robin van Persie, Nani und Samuel Eto'o in die türkische Süper Lig.

Gomez' Abschied aus Florenz hatte sich bereits seit einiger Zeit angedeutet. Der frühere Münchener und Stuttgarter hatte bei den Toskanern zwar noch einen Vertrag bis 2017, enttäuschte in der vergangenen Saison jedoch mit nur vier Toren in 20 Ligaeinsätzen. Trainer Vincenzo Montella hatte seinen Stürmer auch öffentlich kritisiert und in den letzten Partien gar nicht mehr berücksichtigt.

2013 war Gomez für 20 Millionen Euro vom FC Bayern München nach Florenz gewechselt und dort von 25 000 Fans begeistert empfangen worden. Doch in seiner ersten Saison fiel er mit Knieproblemen monatelang aus. Danach konnte der Angreifer nie richtig überzeugen und stand in Italien häufig in der Kritik. „Mario Gomez verlässt den italienischen Fußball, den er nie wirklich verstanden und geschätzt hat“, urteilte die „Gazzetta dello Sport“.

dpa/sid

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