Perfekter Abend mit zwei Siegen

Schnellcheck: Bayern bezwingen Eindhoven, Gladbach gewinnt in Glasgow

Der Schütze des 1:0: Thomas Müller bejubelt seinen Treffer gegen Eindhovem. Foto: afp

Schüsse über Schüsse und zwei Siege: Die Fußballer der FC Bayern München behaupteten sich am dritten Spieltag der Champions League vor heimischer Kulisse mit 4:1 (2:1) gegen die PSV Eindhoven, und Borussia Mönchengladbach entführte mit einem 2:0 (0:0) drei Punkte aus dem Celtic-Park in Glasgow. Unser Schnellcheck:

Wie war der Abend aus deutscher Sicht?

Perfekt. Die Münchner machten mit dem Erfolg einen großen Schritt Richtung Achtelfinale, die Gladbacher meldeten sich im Kampf um die beiden ersten Plätze eindrucksvoll zurück und Mesut Özil gelang ein Hattrick für Arsenal London beim 6:0 gegen Rasgrad.

Wie war das Spiel der Münchner?

Der FC Bayern begann so, wie es erwartet wurde: ziemlich angriffslustig. In der ersten Hälfte hatte die Mannschaft Chancen, die schon mal für zwei Partien reichen könnten. Blöd nur: Nach Toren stand es nach 45 Minuten 2:1.

Das 1:0 der Bayern schoss Thomas Müller (13.). Kurios: Philipp Cocu hatte vor der Partie vor seinem Landsmann Arjen Robben in Diensten der Münchner so eindringlich gewarnt wie eine Mutter ihr Kind vor dem übermäßigen Verzehr von Pflaumen. Doch die Botschaft kam irgendwie nicht an, der Linksfuß führte eine Ecke schlitzohrig und ganz schnell aus - Müller traf im zweiten Versuch.

Gerade nachdem Reporter Markus Gaupp während der deutschen Konferenz bei Sky den Umgang des Favoriten mit seinen Chancen als „ein klein wenig verschwenderisch“ bezeichnete, schlug Joshua Kimmich per Kopf nach abgefälschter Flanke von David Alaba zu - 2:0 nach 21 Minuten.

Irgendwann, so kurz vor der Pause, muss den Gästen aus Eindhoven eingefallen sein, weshalb sie eigentlich in die Allianz Arena gekommen waren. Und siehe da: Mit dem ersten Torschuss durch Luciano Narsingh, der im linken Winkel landete, waren die Niederländer wieder im Spiel (41.).

Danach gab es die eine oder andere Szene, in der sich die Platzherren nicht ganz so souverän präsentierten und in denen einem einfiel, dass der Rekordmeister die vergangenen drei Pflichtspiele nicht gewann. Doch dann hatte die PSV wieder vergessen, was Robben so stark macht. Sie ließ den Linksfuß ziehen, zwar konnte Schlussmann Jeroen Zoet noch Robbens Schuss parieren, den Abpraller verwertete aber Robert Lewandowski (59.). Ob Robben während seiner Zeit bei PSV mal per Kopf erfolgreich war, ist nicht bekannt: Gegen seinen Ex-Klub setzte er auf diese Weise den Schlusspunkt (84.).

War das Ergebnis der Bayern denn auch gerecht?

15:2 Torschüsse wies die Pausenstatistik aus Sicht der Gastgeber aus. Noch irgendwelche Fragen?

Und wie war die Rückkehr Gladbachs auf die Insel?

Vor einem Monat wurde das Spiel bei Manchester City erst wegen Regens abgesagt, einen Tag später gab es dann eine 0:4-Packung. Diesmal regnete es nicht, und wie begossene Pudel brauchte die Elf vom Niederrhein schongar nicht das Feld zu verlassen. Im Gegenteil: Praktisch von der ersten Sekunde an spielte das Team des Kasseler Trainers André Schubert frech auf und hatte so viele Abschlüsse, dass man als Sky-Zuschauer meinen konnte, die Bayern hätten nun ihre roten durch schwarze Trikots ersetzt.

Einer trifft – und alle freuen sich mit: Gladbachs Ibrahima Traoré (links) freut sich mit den beiden Torschützen Lars Stindl (Mitte) und André Hahn. Foto: dpa

Jeder durfte mal: André Hahn, Ibrahima Traoré, der überraschend von Beginn an aufgebotene Jonas Hofmann und sogar Defensivmann Tobias Strobl. Belohnt haben sich die Borussen erst im zweiten Durchgang. Kapitän Lars Stindl bestrafte einen Fehler von Kolo Touré (57.), und Hahn schloss einen Konter (77.) entschlossen mit dem 2:0 ab. Dass in den letzten Sekunden nur noch zu hören war, wie 4000 mitgereiste Anhänger die VfL-Hymne „Die Elf vom Niederrhein“ intonierten, war der gelungene Abschluss dieses - aus deutscher Sicht - so erfreulichen Abends.

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