Schwere Vorwürfe

Platini über Blatter: "Er ist der größte Egoist“

+
Der frühere UEFA-Präsident Michel Platini (Rechts) mit dem ehemaligen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter.

Paris - Der frühere UEFA-Präsident Michel Platini hat bezüglich seiner andauernden Sperre gegen dem Fußball-Weltverband FIFA und dessen Ex-Präsident Joseph S. Blatter schwere Anschuldigungen erhoben.

"Sie haben nach etwas gesucht, das mir schadet", sagte Platini der französischen Tageszeitung Le Monde.

Im Jahr 2015 war Platini wegen einer dubiosen Zahlung von 1,8 Millionen Euro, die er im Jahr 2011 von der FIFA angeblich für lange zurückliegende Dienste für Blatter erhalten hatte, gemeinsam mit eben jenem aus dem Verkehr gezogen und zunächst für acht Jahre gesperrt worden. Im vergangenen Jahr wurde die Sperre nach einem Richterspruch des Internationalen Sportgerichtshofs CAS auf vier Jahre reduziert.

Die Schuld für seine Lage sucht der Europameister von 1984 an oberster Stelle: "Die verschiedenen internen Instanzen der FIFA wurden von den Leuten, die die Fäden zogen, ausgenutzt. Ich lebte in der Hoffnung, dass sie die Wahrheit sagen würden, aber das ist nie passiert."

An Blatter, der aktuell seine sechsjährige Suspendierung verbüßt, ließ Platini kein gutes Haar: "Er ist der größte Egoist, den ich je gesehen habe. Er hat immer gesagt, dass ich sein letzter Skalp sein würde." Den Triumph will der EM-Rekordtorschütze dem Schweizer jedoch nicht lassen. Er kündigte an, seinen Kampf vor den Schweizer Gerichten fortzusetzen. "Es ist noch nicht vorbei", sagte Platini.

sid

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.