Drittligist empfängt Dortmund

Pokalschreck Lotte plant gegen BVB nächsten Coup

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Letztes „Opfer“ der Sportfreunde im Pokal war Zweitligist 1860 München.

Lotte - Keine Angst vor großen Namen! Der Drittligist aus Lotte will im Duell mit dem Branchenriesen aus Dortmund für den nächsten Pokal-Coup sorgen. Für die  Borussia wird die Partie zu einem Charaktertest.

„Volle Lotte“ gegen „echte Liebe“. Allein die Leitmotive der beiden Clubs SF Lotte und Borussia Dortmund verheißen einen umkämpften Pokalabend. Obwohl der BVB als haushoher Favorit in das Viertelfinale am Dienstag (20.45 Uhr/ARD und Sky) geht, tritt der Dorfverein aus dem Tecklenburger Land erstaunlich selbstbewusst auf.

So verzichtete Ismail Atalan auf branchenübliche Floskeln von einem ungleichen Duell David gegen Goliath. „Es ist kein Bonusspiel“, kommentierte der Coach des Drittligisten. „Es geht hier um den Einzug in das Pokal-Halbfinale. Deshalb sage ich auch, dass wir viel zu verlieren haben. Bei einer Niederlage sind wir raus. Ende.“

Heimvorteil als Lottes Trumpf?

Die Coups gegen die klassenhöheren Teams Werder Bremen, Bayer Leverkusen und 1860 München machen dem Pokal-Schreck Mut für den nächsten Kraftakt. Vor dem wohl wichtigsten Spiel ihrer bisherigen Karriere empfinden die Kicker aus der 14.000-Einwohner-Stadt mehr Lust als Last. „Wir werden gegen eine der besten Mannschaften der Welt spielen. Das ist einfach sensationell. Meine Jungs dürfen sich mit dem weltberühmten BVB messen“, schwärmte Atalan in einem Interview mir dem „Revier Sport“.

Wie schon in den ersten drei Pokalrunden soll der Heimvorteil Flügel verleihen. Obwohl es Anfragen für 40.000 bis 50.000 Karten gab, verzichtete der Drittliga-Tabellensiebte auf einen Umzug in eine größere Arena. Die besondere Atmosphäre in dem 10.059 Zuschauer fassenden Frimo Stadion und der ramponierten Rasen sollen die BVB-Stars beeindrucken.

„Das Stadion ist eng, die Mannschaft hochmotiviert. Das kann erneut klappen“, sagte Lottes Vorsitzender Hans-Ulrich Saatkamp den „Westfälischen Nachrichten“. Abwehrspieler Matthias Rahn klang ähnlich zuversichtlich: „Es soll nicht überheblich klingen. Aber wir wissen, dass wir sie schlagen können.“

Tuchel fürchtet den schlechten Rasen

Der Respekt der Dortmunder vor der vermeintlich leichten Aufgabe ist groß. Tuchel schwant, dass seinem Team auf dem Weg in das vierte Halbfinale nacheinander ein hartes Stück Arbeit bevorsteht. „Ich erwarte einen aggressiven, einen emotionalen Gegner, der die Sensation schaffen will. Davor Respekt zu haben, ist die Grundvoraussetzung dafür, diese Partie gewinnen zu können.“

Besonders der ramponierte Rasen im ausverkauften Stadion bereitet dem Fußball-Lehrer Kopfzerbrechen: „Der Platz ist auf jeden Fall ein Gegner für uns. Es ist entscheidend, dass wir uns von äußeren Umständen komplett frei machen.“

„Nach dem 3:0 in Freiburg können wir mit einer breiten Brust nach Lotte fahren. Dort müssen wir eine Runde weiterkommen, aber es wird sehr, sehr schwer“, sagte Mittelfeldspieler Erik Durm. Verzichten muss die Borussia auf den gesperrten Sokratis. Für ihn dürfte Matthias Ginter in die Abwehrkette rücken Darüber hinaus fehlen weiterhin die angeschlagenen Mario Götze, Sven Bender und Sebastian Rode.

dpa

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