4:0 gegen Neuseeland

Portugal zieht souverän ins Confed-Cup-Halbfiniale ein

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Portugal zieht als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Foto: Pavel Golovkin

Neuseeland war für Portugal keine große Hürde. Gegen die All Whites gewinnt der Fußball-Europameister mit 4:0 und zieht angeführt vom umjubelten Ronaldo wie erwartet ins Halbfinale ein. Im ersten K.o.-Spiel beim WM-Testlauf fehlt aber Abwehrchef Pepe.

Update vom 27. Juni 2017: Noch zwei Siege bis zum Titel für Cristiano Ronaldo und seine Mitspieler. Doch die gegnerischen Chilenen werden es dem Europameister nicht einfach machen. So sehen Sie das Halbfinale des Confed Cups 2017 Portugal gegen Chile live im TV und Livestream.

St. Petersburg (dpa) - Cristiano Ronaldo hat sich von Ozeanienmeister Neuseeland nicht überraschen lassen und Portugals Nationalmannschaft problemlos als Gruppensieger ins Halbfinale beim Confederations Cup geführt.

Der Weltfußballer erzielte beim locker herausgespielten 4:0 (2:0) des Europameisters am Samstag in St. Petersburg per Foulelfmeter das portugiesische Führungstor (33. Minute). Als der Kapitän nach 66 Minuten für Nani ausgewechselt wurde, gab es tosenden Applaus für den Superstar. "Es war ein gutes Spiel. Wir sind sehr glücklich, dass wir im Halbfianle sind. Das war unser Ziel", sagte Ronaldo.

Kurz nach dem Führungstreffer hatte Bernardo Silva (37.) schon alles klar gemacht für den Favoriten. Andre Silva (80.) und Nani (90.+1) sorgten für den Endstand. "Es war nicht alles gut. Das Spiel hatte gute Seiten, aber auch schlechte Sachen habe ich gesehen. Insgesamt bin ich ganz zufrieden mit der Mannschaft", sagte Portugals Trainer Fernando Santos.

Bei seiner Confed-Cup-Premiere steht der Europameister als Gruppensieger im Halbfinale in Kasan und würde Deutschland herausfordern, wenn der Weltmeister seine Gruppe am Sonntag als Zweiter abschließt. Im Semifinale am Mittwoch wird Abwehrchef Pepe fehlen, der seine zweite Gelbe Karte im Turnier sah. Für die wackeren Neuseeländer ist das Turnier in Russland nach der dritten Niederlage beendet.

Neuseelands in Unterhaching spielender Keeper Stefan Marinovic verhinderte vor 56 920 Zuschauern im bisher am besten besuchten Turnierspiel eine noch höhere Niederlage. "Das Spiel hat uns gezeigt, dass wir ganz klar mithalten können. Das gibt uns Mut."

Portugals Trainer Santos veränderte sein Team auf fünf Positionen. Eliseu ersetzte den verletzten Dortmunder Raphael Guerreiro in der Verteidigung. Auf die Idee, Ronaldo zu schonen, kam der Coach jedoch nicht. Der Superstar wurde von den Zuschauern bejubelt, als sein Konterfei beim Abspielen der Nationalhymnen auf den Anzeigetafeln unter dem Dach der riesigen Krestowski Arena erschien.

Die Neuseeländer spielten zunächst gut mit. Für die All Whites ging es nach zwei Niederlagen gegen Russland (0:2) und Mexiko (1:2) nur noch um einen achtbaren Turnierabschluss. Und darum, auf höchstem Niveau Erfahrungen zu sammeln für die anstehenden WM-Playoffs, erst gegen die Salomon-Inseln und eventuell im November gegen Argentinien.

Die Kiwis hatten sogar die erste Chance des Spiels, doch der Abschluss von Kapitän Chris Wood (6.) war viel zu harmlos. Erst in der 24. Minute kamen die Portugiesen zu ihrer ersten Möglichkeit. Den Kopfball von Ronaldo konnte Keeper Marinovic von der SpVgg Unterhaching parieren. Zwei Minuten später hätte der Torhüter vom Drittliga-Aufsteiger keine Chance gehabt, der nächste Kopfball des Weltfußballers klatschte an die Latte.

Nach etwas über einer halben Stunde wurde Danilo von Tommy Smith im Strafraum umgeschoben. Ronaldo verwandelte den fälligen Strafstoß sicher. Marinovic war beim zweiten Turniertor des Weltfußballers chancenlos. Genau wie vier Minuten später gegen Silva, der nach Pass von Eliseu aus kurzer Entfernung einschob und wie Ronaldo seinen zweiten Turniertreffer erzielte.

In der zweiten Halbzeit zogen sich die Portugiesen ungewohnt zurück und überließen den All Whites wieder viel Raum. Wieder war es Wood (59.), dem sich eine gute Chance bot - doch der Stürmer hatte kein Fortune. Ronaldo scheiterte auf der Gegenseite (60.) mit einem Kopfball wieder an Marinovic. Sechs Minuten später hatte Portugals Kapitän sein Tagewerk vollbracht. Nani kam für ihn und scheiterte gleich mit einer Großchance an Marinovic. Bei Andre Silvas Schuss aus kurzer Distanz und dem Treffer von Nani in der Nachspielzeit hatte der Kiwi-Keeper keine Chance.

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