Potsdam beim DFB-Hallenpokal früh gescheitert

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In Magdeburg wird der DFB-Hallenpokal der Frauen zum letzten Mal ausgetragen. Foto: Jens Wolf

Magdeburg (dpa) - Beim 21. DFB-Hallenpokal der Fußballerinnen in Magdeburg ist Titelverteidiger Turbine Potsdam überraschend bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

Die Brandenburgerinnen belegten vor 4634 Zuschauern in der ausverkauften GETEC-Arena nach der 1:4-Auftaktniederlage gegen Bayern München sowie zwei Unentschieden gegen den USV Jena und 1899 Hoffenheim in der Gruppe A nur den vierten und letzten Platz.

Die übrigen Favoriten schafften dagegen den Sprung ins Viertelfinale: Bayer Leverkusen trifft dort auf den SC Freiburg, der 1. FFC Frankfurt spielt gegen Hoffenheim, Bayern München gegen den VfL Wolfsburg und die SGS Essen kämpft gegen den Herforder SV um den Einzug ins Halbfinale.

Der seit 1994 ausgetragene Hallen-Pokal mit allen zwölf Frauen-Bundesligisten wird in diesem Jahr zum letzten Mal ausgetragen. Weil der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seinen Masterplan umsetzt und ab 2016 offizielle Hallenturniere auf allen Ebenen nur noch nach Futsal-Regeln spielen lassen will, war das Aus der bei Fans, Vereinen und Clubs beliebten Veranstaltung unausweichlich. Einen Hallen-Cup nach Futsal-Regeln hatten die Vereine abgelehnt. "Es gibt kein Zurück mehr", betonte DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg am Samstag. "Es tut vielleicht im Moment weh, aber wir wollen jetzt diesen Schnitt machen."

Zuvor hatte es vom DFB immer geheißen, man setze damit die internationalen Vorgaben des Fußball-Weltverbandes (FIFA) um, für die es in der Halle nur Futsal gebe. Ratzeburg relativierte das etwas und räumte nun ein, dass auch wirtschaftliche Gesichtspunkte eine Rolle bei der Entscheidung spielten, das Turnier nicht mehr in gewohnter Form auszutragen. "Wir erreichen nicht die große Öffentlichkeit, weil die großen Fernsehanstalten das Turnier nicht übertragen." Ein Nachfolge-Turnier ist nicht in Sicht.

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