Klopp als Befürworter

Premier-League-Clubs wollen Transferperiode früher beenden

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Liverpools Coach Jürgen Klopp ist für eine Verkürzung der Transferphase in der englischen Premier League. Foto: Uwe Anspach

Englische Fußballclubs wollen die Sommer-Transferfrist verkürzen. Wenn es nach der Mehrheit der Premier-League-Verantwortlichen geht, sollen Vereinswechsel in Zukunft nur noch bis zum Saisonstart möglich sein. Jürgen Klopp und Pep Guardiola gehören zu den Fürsprechern.

London (dpa) - Dem englischen Fußball steht wohl eine Neuerung bei den Sommertransfers bevor. Nach Informationen britischer Medien planen die Clubs der Premier League und auch der unteren Fußball-Ligen, die Frist für Spielerkäufe ab der Saison 2018/2019 vor dem ersten Spieltag zu beenden.

Demnach wollen die Verantwortlichen der Premier-League-Vereine bei ihrem Treffen am 7. September darüber abstimmen. Spielerverpflichtungen nach dem Saisonstart wären dann in England nicht mehr möglich, Abgänge in ausländische Ligen allerdings schon.

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp und Swansea-Coach Paul Clement gehören zu den Befürwortern der Änderung. "Ein früherer Transferschluss hätte uns in diesem Jahr geholfen", wurde Klopp bei BBC zitiert. "Generell macht es Sinn, dass die Planung abgeschlossen ist, wenn die Saison beginnt." Der frühere Bayern-Trainer Pep Guardiola nannte die lange Transferfrist bereits im Sommer "einen Fehler".

Anlass für die angestrebte Änderung ist offenbar die Hoffnung auf weniger Unruhe während des laufenden Ligabetriebs. Doch ein Spieler wie Liverpools Philippe Coutinho, der ungeachtet der Absage seines Vereins zum FC Barcelona wechseln möchte, könnte trotzdem noch wechseln. Dass die Transferfrist auch in Spaniens La Liga geändert wird, ist nicht zu erwarten. Der FC Liverpool hätte in so einem Fall das Problem, dass er mit der Ablösesumme für Coutinho erst im Winter einen Ersatz verpflichten könnte.

Auch die English Football League (EFL), der Verband für die zweite, dritte und vierte Liga in England, denkt längst darüber nach, den sogenannten "Deadline Day" vorzuverlegen. Das gab die EFL am Dienstag bekannt. "Der EFL-Vorstand und seine Clubs haben schon früher klargemacht, dass ein Transferschluss vor dem Saisonstart eine Verbesserung wäre", hieß es in einer Erklärung auf der EFL-Website. "Auf dieser Basis werden wird das Thema im September mit den Vereinen diskutieren."

In diesem Jahr schließt das Transferfenster in England - wie in der Bundesliga und anderen europäischen Fußballligen - am 31. August, rund drei Wochen nach dem Start der Saison. Um eine Regeländerung in der Premier League durchzusetzen, müssten sich mindestens 14 der 20 Vereine dafür aussprechen. Nach Informationen von Sky Sport News würde die Mehrheit der Premier-League-Verantwortlichen den früheren Transferschluss begrüßen.

BBC Bericht

Sky Sports Bericht

Premier League Website

Guardian-Bericht

EFL-Mitteilung

Telegraph-Bericht

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