Interne Untersuchung eingeleitet

Rassismus-Skandal bei Tuchel-Klub: Spieler bei PSG wohl nach Hautfarbe gescoutet

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PSG: Klub-Präsident Nasser Al-Khelaifi (l.) zusammen mit Trainer Thomas Tuchel (r.).

Paris - Frankreichs Fußball-Spitzenklub Paris St. Germain hat eine interne Untersuchung wegen diskriminierender Formulare im Scoutingbereich eingeleitet. Das bestätigte der Klub.

Wie die Plattform Mediapart zuvor berichtet hatte, habe der Klub zwischen 2013 und Frühling 2018 seine Spieler außerhalb des Großraums Paris anhand der Herkunft im Scoutingsystem in französisch, nordafrikanisch, afrikanisch und von den Westindischen Inseln eingeteilt. Derartige Unterscheidungen sind in Frankreich verboten.

PSG-Scout: “Zu viele Leute von den Westindischen Inseln und Afrikaner in Paris“

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Wie der Klub von Trainer Thomas Tuchel erklärte, sei die Untersuchung bereits im vergangenen Oktober eingeleitet worden, als durch die Journalisten Kenntnis über das System erlangt wurde. "Wie durch viele Talente belegt ist, bezieht sich die Rekrutierung bei Paris St. Germain allein auf Fähigkeiten und Verhalten, sowohl auf dem Feld als auch in der Gruppe", heißt es in dem Statement weiter.

Begonnen habe die strittige Vorgehensweise bei dem damals 13-jährigen Yann Gboho im November 2013, der inzwischen bei Stade Rennes spielt. Während eines Klub-Meetings im Mai 2014 habe das Scouting für reichlich Wirbel gesorgt, weil der für Frankreich zuständige Scout Marc Westerloppe sich gegen "zu viele Leute von den Westindischen Inseln und Afrikaner in Paris" ausgesprochen hatte. Dagegen sei Pierre Reynaud, damals zuständig für das Scouting der Nachwuchstalente im Pariser Raum, überzeugt gewesen, es müsse "eine Frage des Talents, nicht der Herkunft" sein.

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SID

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