Vor Bundesliga-Gipfel

Hasenhüttl warnt Lahm vor Sportdirektor-Posten bei den Bayern

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Ratschlag für Ex-Mitspieler Philipp Lahm: Ralph Hasenhüttl.

München - Vor dem Duell um die Weihnachtsmeisterschaft hat sich RB-Coach Ralph Hasenhüttl über die Bayern geäußert - und Philipp Lahm gewarnt.

Für gewöhnlich fliegen vor brisanten Bundesliga-Duellen Giftpfeile hin- und her. Vor der Partie der Bayern gegen RB Leipzig ist das anders. Man respektiert sich. Uli Hoeneß lobt Ralph Hasenhüttl, Ralf Rangnick Uli Hoeneß und jetzt Ralph Hasenhüttl Bayern-Kapitän Philipp Lahm. Im Sport1-Interview rät der Österreicher seinem ehemaligen Teamkollegen Zurückhaltung.

Ralph Hasenhüttl über… 

…seinen ehemaligen Teamkollegen bei den Bayern-Amateuren Philipp Lahm: „Mich wundert nicht, dass er immer noch spielt, weil er schon immer einer der Fittesten war, auch damals zu Hermann Gerlands Zeiten. Und dass er das strategische Denken hat, hat sich schon damals abgezeichnet. Mich hat das immer fasziniert: Immer die richtige Entscheidung, immer die richtige Lösung, nie einen Fehler, nie einen Fehlpass – das war schon bei den Amateuren sehr beeindruckend. Seine äußere Erscheinung, da dachte ich mir: Was will der in der Bundesliga, mit dem Körper, das kann nie funktionieren. Als ich ihn spielen sah, dachte ich mir: Funktioniert doch.“ 

…die Zukunft von Lahm: „Ich wünsche ihm, dass er aufhört, weil der Verlust für den FC Bayern nicht zu verkraften ist (lacht). Dann sind sie nächstes Jahr nicht ganz so stark. Das ist nur der Trainerwunsch.“ 

…Lahms mögliche Manager-Karriere beim FCB: „Ich glaube schon, dass er von seiner Mentalität und klaren Denkweise prädestiniert dafür ist. Doch beim FC Bayern gehört schon ein bisschen mehr dazu als eine lange Fußballerkarriere. Es ist einfach eine ganz andere Aufgabe. Ob man sich das gleich am Anfang antun muss, ist fraglich. Ich finde, dass ein Sportdirektor und Manager auch seine Entwicklungsschritte machen sollte wie ein Trainer. Man ist nie davon befreit, Fehler zu machen. Und wenn man Fehler auf Ebenen machen kann, wo sie nicht so auffallen, dann hat man die Chance sich zu entwickeln. Wenn man in München beginnt, ist die Gefahr sehr groß, dass man sich verbrennt und dann ist es vorbei.“ 

…die Einstellung des Teams zum Spitzenspiel: „Am Mut wird es uns nicht mangeln, das kann ich versprechen. Wir müssen uns eher bremsen, dass wir nicht übermotiviert an die Sache herangehen. Und dann werden wir es genießen.“ 

… den FC Bayern: „Die Arbeit, die dort in den vergangenen Jahren geleistet wurde, ist phänomenal. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Fußball. Es ist nicht selbstverständlich, jedes Jahr Meister zu werden, da gehört schon ein klarer Plan dazu. Top-Trainer, Top-Spieler und auch ein Top-Vorstand, der genau merkt, was jetzt im Moment verlangt wird.“ 

…seine früheren Beobachtungen des Münchner Trainings: „Wenn man ein junger Trainer ist und einen Verein wie den FC Bayern vor der Haustüre hat, dann wäre man verrückt, wenn man die Möglichkeit nicht nutzen würde, die Weltklasse-Trainer, die dort tätig sind, zu beobachten. Das wäre fast ein Verbrechen.“ 

…die Frage, ob ihm FC Bayern auch einmal gut zu Gesicht stehen würde: „Welchem Trainer nicht? Ich kenne keinen. Im Moment habe ich meinen Verein gefunden, der mir das bietet, was ich möchte.“ 

…seinen Lieblingsspieler bei den Bayern, den er sich für RB wünschen würde: „In deren Regalen habe ich noch nicht geschaut. Da gibt es schon einige. Ich kann sagen, wer mir am wenigsten gefällt: Robert Lewandowski. Immer, wenn er gegen Ingolstadt gespielt hat, hat er dafür gesorgt, dass wir das Spiel verloren haben.“

…die Zukunft der Leipziger Jungstars: „Ich weiß nicht, ob hier einer im Moment weg will. Ich kann es mir nicht vorstellen, derzeit macht es einfach zu viel Spaß hier.“ 

… den Spitznamen "Büffel": „In einem Trainingslager in Österreich habe ich in einem Testspiel drei Tore geschossen und der Stadionsprecher hat immer gerufen: ,Da hat er wieder zugeschlagen, der Büffel.‘ Daher kommt der Name.“

Verfolgen Sie, was Bayern-Trainer Carlo Ancelotti für dem Duell gegen RB zu sagen hat - bei uns im Live-Ticker.

mae

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