RB Leipzig auf dem Transfermarkt

Rangnick: Darum ging mir Megatalent Mbappé durch die Lappen

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Wechselte im Sommer für 90 Millionen Euro von AS Monaco zu Paris Saint-Germain. Fast wäre er 2015 in Leipzig gelandet.  

Er hat ein Auge für Ausnahmetalente: Ralf Rangnick ist ein Vater des Erfolgs von RB Leipzig. Der Verein will ihn noch lange binden. 

Leipzig - Ralf Rangnick besitzt unbestritten ein Auge für Talente. Doch manchmal geht auch ihm ein Rohdiamant durch die Lappen. Anfang 2015 stand der Sportdirektor von RB Leipzig kurz vor der Verpflichtung eines damals weitgehend unbekannten 16-Jährigen, der heute 180 Millionen Euro wert ist: Kylian Mbappé . Den französischen Stürmer und dessen Umfeld hatte Rangnick fast schon von einem Wechsel in die Messestadt überzeugt. "Der Vater von Kylian hat damals zu mir gesagt, wenn ich sicher sagen könnte, dass ich Trainer werde, dann würde er mir den Jungen sofort anvertrauen. Das Versprechen konnte ich ihm aber im Februar noch nicht geben", sagte Rangnick der Bild. Ein halbes Jahr später kehrte Rangnick doch auf die Trainerbank zurück, er führte den Emporkömmling in die Bundesliga - ohne Mbappé. 

Zugänge schlugen voll ein

Jetzt sucht Rangnick nach neuen Megatalenten, nachdem er den Trainerstuhl freiwillig für Ralph Hasenhüttl wieder freigemacht hatte. Mit Erfolg: Die im Sommer verpflichteten Jean-Kevin Augustin, Bruma und Kevin Kampl schlugen ein, und der im Winter von Schwesterklub Red Bull Salzburg geholte Dayot Upamecano (18) hat sich in Leipzig zu einem der weltweit besten Abwehrspieler seiner Altersklasse entwickelt. Sie alle sind auf dem besten Weg, einen ähnlich steilen Aufstieg zu nehmen wie zuvor schon die Shootingstars Timo Werner, Naby Keita oder Emil Forsberg. 

„Er hat dem Verein seinen Stempel aufgedrückt“

Sie alle wurden von Rangnick verpflichtet. "Er hat dem Verein seinen Stempel aufgedrückt wie kein Zweiter. Und er hat es geschafft, eine Mannschaft zu formen, die für Nachhaltigkeit steht", schwärmte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im kicker über den Sportdirektor. Rangnick sei "der sportliche Motor, der die Philosophie vorgegeben hat und für die Umsetzung sorgt." Kein Wunder, dass der Klub alles daransetzt, den 2019 auslaufenden Vertrag mit seinem wichtigsten Angestellten so schnell wie möglich zu verlängern. Schon im April gab es erste Signale, vor Kurzem auch das erste konkrete Gespräch. Die klare Tendenz: Rangnick bleibt ein "Bulle". "Ich bin mir sicher: Ralf Rangnick wird über 2019 hinaus bei uns bleiben", sagte Mintzlaff. 

Zufrieden mit dem Job und der Stadt

Rangnick weiß, dass er bei RB die für sein Arbeiten optimalen Bedingungen vorfindet. Anders als zum Beispiel bei seinem Ex-Klub Schalke 04 muss der Vordenker nicht so viel Rücksicht auf Tradition oder Bedenkenträger nehmen. "Meine Jobzufriedenheit ist groß", sagte der 59-Jährige dem Portal Sportbuzzer. Außerdem biete die Stadt Leipzig "eine hohe Lebensqualität" Dieser Faktor ist spätestens seit seinem Burnout-Syndrom 2011 von großer Bedeutung. Auch das Delegieren von Arbeiten an andere Angestellte fällt Rangnick inzwischen etwas leichter. Die Suche nach dem neuen Kylian Mbappe ist aber weiter Chefsache. 

SID

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