DFB-Team vor Confed-Cup

Rassismus in den Stadien: Rüdiger fordert FIFA-Reaktion

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DFB-Profi Antonio Rüdiger (r.) im Training neben Bundestrainer Joachim Löw (l.).

Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger hat vom Weltverband FIFA erneut ein entschiedenes Vorgehen gegen Rassismus in den Stadien bis hin zum Spielabbruch gefordert.

"Ich wurde in diversen Spielen mit 'uh, uh, uh' ausgebuht - und es ist nichts passiert. Das ist für mich unverständlich, dagegen muss gehandelt werden", sagte der Italien-Profi am Samstag im Lager des DFB-Teams in Sotschi. 

Sollte es bei einem Spiel des Confed Cups zu einem rassistischen Zwischenfall kommen, würde Rüdiger einen inzwischen möglichen Spielabbruch begrüßen. "Der Schiri sollte den Stadionsprecher darauf ansprechen, dass das passiert. Dann denke ich, ist eine Verwarnung angemessen. Wenn es immer noch nicht eingehalten wird, finde ich gut, wenn abgebrochen wird", sagte der dunkelhäutige Profi (24). Rüdiger, der beim AS Rom spielt, war in seiner Wahlheimat schon häufiger Feindseligkeiten ausgesetzt. "Wir sind im Jahr 2017, meiner Meinung nach dürfte es das nicht geben. Man sieht so viele Plakate mit dem Slogan 'No to racism', aber in Italien passiert nicht viel", sagte er: "Bei allem Respekt: es ist einfach zu sagen von Leuten, die nicht dieselbe Hautfarbe haben, wir sollen ruhig bleiben. Sie werden nie wissen, wie es sich anfühlt. Deshalb sollte dagegen hart vorgegangen werden." 

Wie in Italien ist Rassismus in den Stadien auch in Russland, wo 2018 die WM stattfinden wird (14. Juni bis 15. Juli), ein großes Problem. Immer wieder fallen Fans auch international negativ auf.

SID

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