Frankfurt geht beim Aufsteiger unter

Blitz-Rot als Starthilfe: Leipzig schreibt Geschichte

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Ungleiches Duell: Marcel Halstenberg (l.) und RB Leipzig nutzen die Überzahl gegen Eintracht Frankfurt und Ante Rebic zum klaren Sieg.

Leipzig - Mit dem ersten Sieg im neuen Jahr schreibt RB Leipzig Bundesliga-Geschichte. Für die Gäste aus Frankfurt beginnt das Spiel mit einem doppelten Rückschlag.

Ein Blitz-Rot für Frankfurts Torhüter Lukas Hradecky und eine erneut starke eigene Leistung haben dem Überraschungsteam RB Leipzig einen perfekten Start ins neue Jahr beschert. Der Aufsteiger aus Sachsen bezwang im Spitzenspiel Eintracht Frankfurt völlig verdient mit 3:0 (2:0) und ist mit drei Punkten Rückstand einziger ernsthafter Verfolger von Hinrundenmeister Bayern München.

Das Team von Ralph Hasenhüttl profitierte dabei massiv von der zweitschnellsten Roten Karte der Bundesliga-Geschichte. Hradecky musste nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums bereits nach 131 Sekunden vom Platz. Nur der Kölner Youssef Mohamad sah am ersten Spieltag der Saison 2010/2011 (93 Sekunden) früher Rot.

RB Leipzig schreibt Geschichte

Leipzig ist nach dem Ende der Hinrunde der beste Aufsteiger der Bundesliga-Geschichte. 1997/98 hatte der 1. FC Kaiserslautern zu diesem Zeitpunkt ebenfalls 39 Zähler auf dem Konto, allerdings die schlechtere Tordifferenz - am Ende der Saison wurden die Pfälzer Meister.

Marvin Compper (6.), Timo Werner (45.+2) und ein Eigentor von Jesus Vallejo (67.) sorgten dafür, dass die Leipziger vor eigenem Publikum ungeschlagen bleiben. Die Frankfurter (29) bleiben trotz der Niederlage erst einmal weiter auf einem Europapokalplatz.

Vor 42.558 Zuschauer in der ausverkauften Leipziger WM-Arena konnte Hasenhüttl wieder auf Naby Keita zählen. Der Mittelfeldspieler plagte sich zuletzt mit Rückenbeschwerden. Neuzugang Dayot Upamecano stand nicht in der Startelf, Emil Forsberg fehlte nach seiner Roten Karte gegen Bayern München gesperrt. Die Hessen mussten auf Szabolcs Huszti (Achillessehnenprobleme) und Marco Fabian (Hüftprobleme) verzichten. Sturm-Idol Alexander Meier musste zu Beginn auf der Bank Platz nehmen.

Hradecky sieht nach 131 Sekunden Rot

Und es dauerte gerade einmal 131 Sekunden, da hatte das Spiel schon seinen ersten Aufreger. Hradecky war nach einem weiten Pass der Gastgeber aus dem Tor geeilt, strauchelte, fiel hin und hielt den Ball dann außerhalb des Strafraums mit Hand auf. Rot. Damit allerdings nicht genug: Den anschließenden Freistoß hielt Ersatzmann Heinz Lindner zwar noch, gegen den Nachschuss von Compper war er allerdings machtlos.

Die Frankfurter konnten sich im weiteren Spielverlauf bei Lindner bedanken, dass die Leipziger nicht schon früh alles klar machten. Sowohl Yussuf Poulsen (10.) als auch Werner (13.) scheiterten aus kurzer Distanz am Eintracht-Keeper.

Rebic scheitert nach Solo an Gulacsi

Leipzig dominierte in Überzahl fast nach Belieben, erst Mitte der zweiten Halbzeit drosselten sie etwas das Tempo. Die beste Chance der Gäste hatte der ehemalige Leipziger Ante Rebic (25.), der nach einem sehenswerten Solo allerdings an Peter Gulacsi scheiterte. Kurz vor der Pause schlugen die Leipziger erneut zu. Nach einem Freistoß von Keita traf Werner per Kopf.

Nach der Pause machte RB weiter das Spiel, konnte die Überlegenheit aber zunächst nur selten in Chancen ummünzen. Die erste war dann aber gleich ein Tor. Zunächst vergab Keita freistehend vor Lindner, im Anschluss schoss Marcel Halstenberg, Vallejo fälschte ins eigene Tor ab.

Beste Spieler waren bei den Leipzigern Keita und Werner, bei den Gästen überzeugten Lindner und mit Abstrichen Rebic.

sid

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