Ralf Rangnick enthüllt

Anlehnung an TV-Show: So verrückt bestimmt RB Leipzig die Strafen für seine Spieler

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Ralf Rangnick (mitte) spricht mit den Spielern von RB Leipzig.

Wer gedacht hat, Geldstrafen wären die beste Methode, um Bundesliga-Spieler zu bestrafen, der hat von dieser verrückten Methode von RB Leipzig noch nicht gehört.

Leipzig - Zwischen 1988 und 2002 sahen Millionen Zuschauer in Deutschland das Glücksrad im TV, nun hat das erfolgreiche Sendeformat offenbar auch Bundesligist RB Leipzig inspiriert. Coach Ralf Rangnick enthüllte in der Sport Bild, dass bei den „Bullen“ ein ähnliches Rad bei der Bestimmung der Strafen eine große Rolle spielt.

„In der Kabine steht ein Spinning-Wheel (eine Art Glücksrad; Anm, d. Red.). Dort sind Felder mit verschiedenen Strafen aufgeführt“, sagte der 60-Jährige im Interview: „Da sind zum Beispiel Felder aufgeführt wie drei Stunden Arbeit im Fanshop.“ Die Spieler müssen am Rad drehen und dann die entsprechende Strafe ableisten. Die Idee für die verrückte Methode hatte Rangnicks neuer Co-Trainer Jesse Marsch, den RB im Sommer vom Partnerklub RB Red Bulls aus New York geholt hatte.

RB Leipzig: Viele Veränderungen unter Rangnick

Der Sinn des Glückrades ist es, den Spielern etwas zu verwehren, was im Profifußball relativ rar ist: Freizeit. „Geldstrafen bringen in den seltensten Fällen etwas. Den Spielern tut mehr weh, wenn sie zum Beispiel weniger Zeit haben“, so Rangnick.

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Das Glücksrad ist jedoch nicht die einzige Veränderung, die seit der Rückkehr von Rangnick auf die Trainerbank durchgesetzt wurde. „Wir haben wieder feste Essenszeiten eingeführt, zu denen alle da sein müssen, es besteht ein Handy-Verbot in allen Funktionsräumen, und wir haben die Tisch- und Sitzordnung im Essensraum geändert. Zudem darf dort und in der Kabine nur noch Deutsch und Englisch gesprochen werden“, verriet der Trainer. Dadurch wolle man innerhalb der Mannschaft verhindern, dass sich Gruppen bilden, die dem Teamgedanken schaden.

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RB Leipzig: Französischer Verband legt Beschwerde wegen Augustin ein 

Leipzigs Jean-Kevin Augustin droht dagegen eine Strafe, die rein gar nichts mit dem Glücksrad zu tun hat. Laut französischer Medien könnte der Stürmer für ein Spiel gesperrt werden. Der französische Fußball-Verband FFF hat wegen des Fernbleibens des 21-Jährigen bei zwei Länderspielen der U21-Nationalmannschaft offiziell Beschwerde beim Weltverband FIFA eingelegt.

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Augustin hatte Anfang September seine Teilnahme an den beiden Länderspielen gegen Bulgarien und Luxemburg mit dem Verweis auf muskuläre Ermüdungserscheinungen abgesagt. Der Ärger wurde umso größer, weil Augustin vier Tage nach der Absage im Testspiel gegen Zaglebie Lubin (1:0) für RB zum Einsatz kam.

Leipzig fühlt sich jedoch keineswegs im Unrecht. Der Bundesligist soll sich laut kicker bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) rückversichert haben, dass keine Gefahr einer Strafe drohe, da es für die U21 keine internationale Abstellungspflicht gebe.

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tlm/SID

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