Debatte um mögliche Nähe zu Salzburg

Champions-League-Startrecht für RB? Das sagt Rangnick

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Ralf Rangnick macht sich keine Sorgen um das Champions-League-Startrecht für RB Leipzig.

Leipzig - RB Leipzig hat sich für die Champions League qualifiziert. Doch dürfen „Roten Bullen“ überhaupt starten? So schätzt RB-Sportdirektor die Lage ein.

RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick hat in der Debatte um eine mögliche Nähe zu Red Bull Salzburg „keine Sorgen“ um das Champions-League-Startrecht des Fußball-Bundesligisten. „Wir wussten logischerweise schon vor Jahren, dass dieser Tag kommen könnte“, sagte Rangnick im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF nach der endgültigen direkten Qualifikation des Aufsteigers für die Königsklasse. Dies sei einer der Gründe, warum er 2015 sein Amt bei den Salzburgern niedergelegt habe.

Gemäß der Regularien der Europäischen Fußball-Union UEFA darf „keine natürliche oder juristische Person“ Einfluss auf mehr als einen an einem UEFA-Clubwettbewerb teilnehmenden Verein haben. „Alle anderen bei uns im Verein arbeiten schon seit Monaten mit Hochdruck daran, die Bedingungen zu erfüllen, deshalb mache ich mir da überhaupt keine Sorgen“, betonte Rangnick. Vor knapp einem Monat hatten die Leipziger mitgeteilt, dass Geschäftsführer Oliver Mintzlaff schon seit geraumer Zeit nicht mehr Head of Global Soccer von Red Bull sei.

„Davie ist ein Spieler, dessen große Zukunft erst noch vor ihm liegt“

Auch zum Thema Davie Selke hat sich Rangnick geäußert: "Wir wissen ganz genau, was wir an Davie haben, und wir werden ihn nicht auf Teufel komm raus abgeben - und schon gar nicht für irgendwelche Low-Budget-Preise", sagte der RB-Sportdirektor: "Davie ist ein Spieler, dessen große Zukunft erst noch vor ihm liegt."

Der 22-Jährige erzielte nach seiner Einwechslung in der 81. Minute am Samstagabend bei Hertha BSC (4:1) zwei Tore und trug seinen Teil dazu bei, dass Leipzig sich die direkte Qualifikation für die Champions League sicherte. "Davie hat in den beiden letzten Wochen eine deutlich ansteigende Formkurve gehabt, auch im Training", sagte Rangnick: "Deswegen ist er verdientermaßen auch schon in den letzten beiden Spielen reingekommen. Heute hat er sich dafür belohnt."

„Wir brauchen mehr Qualität in der Breite“

Selke besitzt bei den Sachsen zwar noch einen Vertrag bis 2020, ist mit seinen Kurzeinsätzen aber nicht glücklich. Zuletzt war über eine Rückkehr zu Werder Bremen im Sommer spekuliert worden, die Norddeutschen bekundeten ihr Interesse öffentlich. Selke war im Sommer 2015 nach zwei Jahren in Bremen für acht Millionen Euro nach Leipzig gewechselt.

"Wir sind da völlig entspannt. Wenn es am Ende dazu kommt, dass Davie bei uns bleibt, können wir damit nicht nur leben", sagte Rangnick: "Wir brauchen mehr Qualität in der Breite, von daher ist von unserer Seite kein Bestreben da, ihn unbedingt abgeben zu wollen."

dpa/SID

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