Wegen 1860 

Reaktionen auf Ismaik-Vorstoß: 50+1-Ende wäre „Katastrophe“

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Spricht sich gegen Ismaik-Pläne aus: St. Paulis Andreas Rettig.

München - Hasan Ismaiks Ankündigung, gegen die 50+1-Regel klagen zu wollen, sorgt bei vielen Liga-Funktionären für Kopfschütteln. 

Geschäftsführer Andreas Rettig vom FC St. Pauli hat die Klage-Ankündigung des 1860-München-Investors Hasan Ismaik gegen die 50+1-Regel scharf kritisiert. Ein Erfolg des Vorstoßes wäre „eine Katastrophe“, sagte der Geschäftsführer des ehemaligen Münchner Liga-Konkurrenten in einem Interview der Kölner Zeitung „Express“ (Sonntag). Die Regel, die Machtmissbrauch eines Geldgebers zu Lasten des Vereins im Fußball verhindern soll, sei „das letzte Stopp-Schild auf dem Weg zur totalen Kommerzialisierung“, bekräftigte Rettig.

Ismaik hatte am Samstag in der „Süddeutschen Zeitung“ angekündigt, gegen die Regel klagen zu wollen, um mehr Einfluss bei den Löwen zu erstreiten. Zuvor hatte er eine Zahlung von rund zehn Millionen Euro abgelehnt und die Sechziger damit um die Drittliga-Lizenz gebracht.

Rettig legte dem Jordanier nach dem aus seiner Sicht verdienten Abstieg der Löwen aus der 2. Fußball-Bundesliga einen Rückzug nahe: „Herr Ismaik wäre gut beraten einzusehen, dass sein Invest, vor allem aber sein Verhalten und Geschäftsgebaren, keine Früchte tragen. Dann wäre die Konsequenz, einen Schlussstrich zu ziehen“, sagte er.

Mehr zum Chaos beim TSV 1860 München gibt‘s bei tz.de, Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

dpa

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