Nach 0:0 gegen Hertha BSC

Robben über Bayern-Nullnummer: „Der letzte Schritt hat gefehlt“

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War mit der Leistung gegen Hertha BSC nicht gänzlich zufrieden: Arjen Robben.

Viele Chancen, aber diesmal keine Tore: Bayern München musste sich gegen Hertha BSC zwar mit einem 0:0 begnügen, aber von einem Dämpfer für den Rekordmeister zu reden, wäre übertrieben.

München - Arjen Robben nahm das Festival der vergebenen Möglichkeiten gelassen hin. "Es gibt solche Tage, da will der Ball einfach nicht rein", sagte der Niederländer nach dem mageren 0:0 von Bayern München gegen Hertha BSC - und fügte hinzu: "Chancen waren genug da."

In der Tat war es vor allem der verschwenderischen Art des Fußball-Rekordmeisters zu verdanken, dass die Hauptstädter sich mit einem Achtungserfolg schmücken durften. Auch Jupp Heynckes fand es "ungewöhnlich", wie allen voran Torjäger Robert Lewandowski mit seinen Gelegenheiten umging.

Auch Robert Lewandowski traf heute nicht - Coach Heynckes fand‘s „ungewöhnlich.

Der Pole lieferte sich in seinem 250. Bundesligaspiel fast ein Privatduell mit Herthas herausragendem Keeper Rune Jarstein und ließ etwa ein halbes Dutzend Großchancen liegen. "Das nehmen wir hin, das können wir akzeptieren", meinte Mats Hummels. "Der letzte Schritt hat einfach gefehlt. Das passiert nicht oft, gerade in der Allianz Arena", sagte Robben. Zuletzt gab es in München im April 2012 ein 0:0 gegen Mainz.

Aber der FC Bayern kann es sich erlauben, so gelassen mit dem verpassten 15. Pflichtspielsieg nacheinander umzugehen. Zum einen änderte das Remis nichts daran, dass die Münchner einsam über der Bundesliga thronen, zum anderen war auch die Leistung nicht übermäßig kritikwürdig. "Ich kann meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Wir waren sehr engagiert", sagte Heynckes daher.

Auch Robben war umtriebig wie immer, und diesmal auch gar nicht so sauer wie nach dem 5:0 in der Champions League gegen Besiktas Istanbul. Da hatte Heynckes den Außenstürmer zunächst auf der Bank belassen. "Alles okay, ein Satz über meine Gefühle, mehr war da nicht", sagte Robben. Das Innenverhältnis sei dadurch in keinen Form belastet. "Ich habe großen Respekt vorm Trainer, das ist gegenseitig, da gibt's kein Problem."

„Störe doch die Mannschaft nicht“

Daran ist wohl nicht zu zweifeln, zumal Heynckes erst vor dem Hertha-Spiel Robbens bekanntermaßen profihafte und vorbildliche Einstellung hervorgehoben hatte. "Als Spieler muss man sauer sein, wenn man nicht spielt, aber ich störe doch die Mannschaft nicht", sagte der 34-Jährige. Auch Hummels sprach von einem "Medienthema, uns stört es nicht".

Und an der Chancenverwertung kann der FC Bayern nun eine ganze Woche arbeiten, denn erst am Sonntag folgt das Gastspiel beim SC Freiburg. "Eine lange Zeit. Spielen ist doch schöner als Training", sagte Robben. Gerade für die Münchner, die einen Drei-Tage-Rhythmus gewohnt sind.

Die Berliner waren vor allem für ihre disziplinierte Verteidigungsarbeit zu loben. Für Hummels agierte die Hertha-Defensive "auf sehr hohem Niveau". Coach Pal Dardai erkannte "Kampfgeist und die Laufbereitschaft" als entscheidende Faktoren für den Punktgewinn, den er als "großartige Sache" bezeichnete. Stürmer Davie Selke fand den Zähler "überragend."

Um in Richtung Europacup zu schielen, war Dardai der Auftritt aber nicht ausreichend, zumal das jüngste und ernüchternde 0:2 gegen Mainz noch nicht vergessen ist. "Das Ziel ist der zehnte Platz. Wir müssen uns erstmal stabilisieren und weiter fleißig bleiben", sagte der Ungar.

sid

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