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Lewandowski in Gefahr? Dubiose Raubüberfälle auf Barca-Stars - Selbst Schiri warnte ihn

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Von: Patrick Mayer

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In der Nachbarschaft von Robert Lewandowski: Der FC Barcelona steht wegen des Raubüberfalls auf Pierre-Emerick Aubameyang unter Schock. Steckt mehr dahinter?

München/Castelldefels - Ist Barcelona ein hartes Pflaster für Fußball-Millionäre? Diese Frage stellt sich mehr denn je nach dem brutalen Raubüberfall auf Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang. Der 33-jährige Gabuner, der zwischen 2013 und 2018 bei Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga unter Vertrag stand, wurde in der Nacht auf Montag (29. August) in seiner Villa in Castelldefels ausgeraubt. Der Küstenort liegt keine 20 Kilometer südwestlich der katalanischen Millionenmetropole, wie tz.de berichtet.

Raubüberfall auf Pierre-Emerick Aubameyang (FC Barcelona): Nachbar von Robert Lewandowski

Wie die spanische Zeitung El País sowie der Radiosender RAC1 unter Berufung auf Polizeiinformationen berichteten, sollen vier vermummten Personen gewaltsam in das Haus des Barca-Stürmers eingedrungen sein. Die mutmaßlichen Täter hatten Aubameyang sowie dessen 36-jährigen Frau Alysha Behague um ein Uhr morgens überrascht und mit Schusswaffen und Eisenstangen bedroht, heißt es in den Medienberichten. Aubameyang wurde demnach dazu gezwungen, einen Tresor zu öffnen, aus dem die Räuber Schmuck entwendeten.

Ausgerechnet Castelldefels: Robert Lewandowski war mit seiner Familie nach seinem Wechsel vom FC Bayern zum FC Barcelona in das Küstenstädtchen (rund 67.000 Einwohner) gezogen. Castelldefels ist für seine vielen Villen mit direktem Blick auf das Mittelmeer bekannt.

Ruhiges Küstenstädtchen für Gutverdiener: Castelldefels an der Costa del Garraf, rund 20 Kilometer südwestlich von Barcelona.
Ruhiges Küstenstädtchen für Gutverdiener: Castelldefels an der Costa del Garraf, rund 20 Kilometer südwestlich von Barcelona. © IMAGO / agefotostock

Markant: Laut katalanischer Polizei sollen die vier mutmaßlichen Täter im Aubameyang-Fall Teil einer kosovo-albanischen Verbrecherbande sein und das Haus des Fußball-Stars über einen längeren Zeitraum ausspioniert haben. Weswegen Lewandowski regelrecht in Gefahr ist? Der langjährige Stürmer des FC Bayern war erst kürzlich selbst ausgeraubt worden - und nicht nur er. Ein Überblick.

Überfälle beim FC Barcelona: Auch Ex-Bayern-Stürmer Robert Lewandowski war schon Opfer

August 2022, Robert Lewandowski: Millionenschwere Immobilien stehen in Castelldefels vor allem im prestigeträchtigen Vorort Bellamar, schon Lionel Messi (heute PSG) wohnte früher hier. Lewandowski wurde laut übereinstimmender Medienberichte jedoch unmittelbar vor der Einfahrt des Barca-Trainingsgeländes in Sant Joan Despí beraubt. Der Vorort liegt im äußersten Westen von Barcelona, das insgesamt rund 1,63 Millionen Einwohner zählt.

Den Berichten zufolge nahm ein Dieb Lewandowski am 18. August gewaltsam eine Luxus-Armbanduhr ab - und zwar angeblich durch das geöffnete Autofenster hindurch. Vom Handgelenk. Es folgte teils auch Häme für den 34-jährigen Polen. Schiedsrichter José Luis Munuera Montero sagte laut einem Video-Mitschnitt nach dem 4:1 Barcas in San Sebastián (4:1) zu Lewandowski: „Ich wünsche Ihnen alles Gute, seien Sie vorsichtig mit Ihrer Uhr.“

Es ist wohl eine neue Erfahrung für den Superstürmer. Dabei rückte die Polizei einst Mitte Juli 2020 auch zu seiner Münchner Villa im noblen Herzogpark Im Stadtteil Bogenhausen aus. Allerdings: Damals handelte es sich wegen einer defekten Alarmanlage um einen Fehlalarm. In Barcelona wird der polnische Nationalspieler dagegen mit der harten Realität konfrontiert. 

Überfälle beim FC Barcelona: Einbruch ins Haus von Kevin-Prince Boateng (heute Hertha BSC)

2021, Ansu Fati: Diese traf auch schon Supertalent Ansu Fati. Die Familie des erst 19-jährigen Angreifers wurde in dessen Villa in Sant Cagat del Vallès Opfer eines Raubüberfalls. Laut Bild drangen Diebe in das Obergeschoss ein, während sich die Familie im Untergeschoss befand. Hinterher fehlten Schmuck, Geld und Uhren.

2019, Kevin-Prince Boateng: Ja, auch der heutige Routinier von Hertha BSC spielte einmal für die Katalanen - und zwar Anfang 2019 für ein halbes Jahr. Der 35-jährige Berliner spielte mit seinem Kurzzeit-Arbeitgeber gerade gegen Valladolid, als sein Haus ausgeraubt wurde.

Die spanische Sport-Tageszeitung El Mundo Deportivo berichtete, dass die mutmaßlichen Täter unter anderem Juwelen im Wert von 300.000 Euro sowie Bargeld klauten.

Überfälle beim FC Barcelona: Auch Ex-Bayern-Spieler Philippe Coutinho betroffen

2018, Philippe Coutinho: Mit Philippe Coutinho traf es einen weiteren Ex-Spieler des FC Bayern (2019 bis 2020) - und zwar gleich doppelt. Zuerst wurde ihm sein Audi gestohlen. Und nur einen Tag später wurde in das Haus des heute 30-jährigen Brasilianers eingebrochen.

Auch für viele Taschendiebstähle bekannt: die katalanische Millionenmetropole Barcelona.
Auch für viele Taschendiebstähle bekannt: die katalanische Millionenmetropole Barcelona. © IMAGO / Panthermedia

2018, Luis Suarez: Wieder Tatort Castelldefels. Mitte Januar überfiel ein kriminelles Netzwerk namens „Kojak-Bande“ 38 Villen im Großraum Barcelona - darunter war auch die Immobilie von Luis Suárez.

Dem uruguayischen Stürmer, der stets für seine unangenehme Spielweise bekannt ist, wurden Schmuck, elektronische Tablets und Markentaschen gestohlen. Der heute 35-Jährige war nicht im Haus - vielleicht besser für die Diebe.

Überfälle beim FC Barcelona: Einbruch bei Gerard Piqué und Musik-Star Shakira

2018, Gerard Piqué: Und auch im exklusiven Stadtviertel Pedralbes, einem von viel Grün geprägten Außenbezirk im Nordwesten der katalanischen Großstadt, bleiben die Stars nicht verschont. Hier lebten einst Gerard Piqué und seine Ex-Frau Shakira zusammen.

Als der 45-jährige Musik-Star gerade auf Welt-Tournee war und Kicker Piqué beim Fuballspielen, brachen Kriminelle in das gemeinsame Anwesen auf den Hängen über der Stadt ein. Im selben Jahr wurde auch Jordi Alba Opfer eines Einbruchs - diesmal geschah das Verbrechen im Barcelona-Vorort L‘Hospitalet de Llobregat. Dieser liegt nur wenige Kilometer von Castelldefels entfernt.

Und der FC Barcelona, Gegner der Bayern in der Champions League, kommt nicht zur Ruhe. (pm)

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