Rose kehrt zurück, Lichte geht

Bundesliga-Spieltag in Stichworten: Rückkehr des Herrn R., Abschied von Herrn L.

Jan-Moritz Lichte.
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Es geht weiter für Jan-Moritz Lichte.

Schon wieder Wochenende, schon wieder Fußball-Bundesliga. Mit beidem können wir ganz gut leben. Der 6. Spieltag im Oberhaus in Stichworten:

Rückkehr: Marco Rose und Borussia Mönchengladbach – das war mal eine ganz große Liebesgeschichte. Der Trainer führte die Fohlen erstmals in die K.o.-Phase der Champions League, alles schien in bester Ordnung. Der 45-Jährige sprach von Identifikation mit dem Klub – und unterschrieb wenige Wochen später einen Vertrag bei Borussia Dortmund. Das haben ihm die Fans bis heute nicht verziehen. Nach seinem Abschieds-Geständnis rutschte die Borussia noch aus den Europapokal-Rängen, mit dem BVB ist Rose freilich in der Königsklasse unterwegs.

Heute kommt es nun im Topspiel ab 18.30 Uhr (Sky) zur „Rückkehr des Herrn R.“ , wie sie das Gladbacher Fanprojekt nennt. Selbst Mönchengladbachs meist sehr fairer Sportdirektor Max Eberl macht Rose wenig Hoffnung auf ein harmonisches Wiedersehen. „Ich verstehe die Fans, die ihrem Unmut Luft machen wollen. In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit“, sagt er. Rose meint dennoch: „Ich freue mich auf eine Menge Leute, die sich auch freuen, mich zu sehen. Auch aus der Mannschaft.“ Wie das Ganze genau abläuft? Wir werden es sehen. Auf der Tribüne freut sich aber wohl niemand auf den einst so geliebten Herrn R.

Abschied: In Mainz stehen die Zeichen vor dem eigentlichen Topspiel heute ab 15.30 Uhr (Sky) bei Bayer Leverkusen – der Fünfte ist beim Vierten zu Gast – auf Abschied. Es geht der Herr L., der als Trainer der Mannschaft in der Vorsaison glücklos blieb. Herr L. – das ist natürlich Jan-Moritz Lichte aus Baunatal. Jahrelang war er Co-Trainer der Nullfünfer – vorher auch in Hannover, Leverkusen, bei St. Pauli und Paderborn. Zwölf Spiele lang betreute der 41-Jährige die Mainzer in der Bundesliga als Cheftrainer, wurde dann von Bo Svensson abgelöst. Noch steht er beim FSV unter Vertrag. Doch dieser wird wohl aufgelöst, da Lichte zusammen mit Kenan Kocak den neuen türkischen Nationaltrainer Stefan Kuntz assistieren soll. Klar ist aber: Sollte Lichte noch mal nach Mainz zurückkehren – ganz egal in welcher Funktion und auf welcher Seite – die Fans werden ihn dennoch herzlicher empfangen als die Anhänger von Gladbach den Herrn R.

Hoffnung: Fünf Spiele, viermal Unentschieden – so geht es nicht nur Arminia Bielefeld, so geht es auch Eintracht Frankfurt. Die Bielefelder hoffen heute bei Union Berlin auf den ersten Dreier (15.30 Uhr/Sky), die Frankfurter zuhause gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr/Sky). Aber keine Sorge: Auch wenn es nicht klappen sollten, werden die Fans nicht so wütend sein wie die in Gladbach auf den Herrn R. (Maximilian Bülau)

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