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Kommentar zu Niersbachs Rücktritt: Überfälliger Schritt

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Von: Florian Hagemann

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Wolfgang Niersbach ist als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes zurückgetreten. Ein Kommentar von Florian Hagemann.

Dass Wolfgang Niersbach am Montag zurückgetreten ist, war ein überfälliger Schritt, um weiteren Schaden vom Deutschen Fußball-Bund abzuwenden. Niersbach war Protagonist eines Schmierentheaters rund um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006. Welche Rolle er dabei spielte, ist bis heute nicht geklärt. Womöglich war er nur ein kleiner Ja-Sager unter vielen Alphatierchen im überdrehten Fußballbetrieb. Für die Bewertung seiner jetzigen Situation ist das aber irrelvant.

Als Präsident trägt er mindestens eine politische Verantwortung für das, was in seinem Verband vorgeht. Diese politische Verantwortung ist verbunden mit der Pflicht, die Missstände in der Vergangenheit aufzuarbeiten. Aber auch als Aufklärer war Niersbach nicht fähig, Antworten auf die drängenden Fragen zu liefern. Im Gegenteil: In einer skurrilen Pressekonferenz machte er deutlich, dass er eigentlich nichts weiß – und völlig den Überblick verloren hat.

Sein Rücktritt gibt dem Deutschen Fußball-Bund nun die Chance, ein Stück von dem riesen Batzen an Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, den der Verband in den vergangenen Wochen verspielt hat. Das ist umso wichtiger, da sich der DFB als Institution begreift, die in gesellschaftlichen Fragen ein gewichtiges Wörtchen mitreden will.

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