Nach San-Marino-Diskussionen

Rummenigge fordert Quali für kleine Länder

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Karl-Heinz Rummenigge.

München - Bayern Münchens Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat einen konkreten Vorschlag unterbreitet, um den internationalen Spielkalender zu entzerren.

"Wir haben heute rund 40 Prozent mehr Länderspiele als früher. Wenn ich daran erinnern darf, hatten wir früher in der Champions League eine zweite Gruppenphase. Die haben wir abgeschafft, um die Spieler weniger zu belasten. Was ist danach passiert? Die vier Spieltage wurden den Nationalmannschaften zugeschlagen", sagte der ehemalige Nationalmannschaftskapitän der Sport Bild (Mittwoch-Ausgabe).

Rummenigge weiter: "Jetzt spielen wir gegen San Marino, Gibraltar, Kosovo. Da frage ich mich: Wieso gibt es für solche kleinen Länder keine Qualifikation?"

Die Antwort sei klar, so der 60-Jährige: "Weil sie eine Stimme in der FIFA und der UEFA haben, die genauso schwer wiegt wie die deutsche. Es geht immer weniger um Sport, sondern immer mehr um Politik und Finanzen." Rummenigge hatte wiederholt den internationalen Spielkalender kritisiert und dabei vor allem die Duelle mit kleinen Fußball-Nationen aufs Korn genommen. Am vergangenen Freitag hatte Weltmeister Deutschland in der WM-Qualifikation 8:0 in San Marino gewonnen. Einige Aussagen von Thomas Müller hatten hinterher für Aufsehen gesorgt.

dpa

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