Fußball-Bundesliga: Hannover Sonntag in Freiburg

Sané nutzt seine letzte Chance bei 96

Salif

HANNOVER. Durchatmen bei den „Roten“ nach dem 2:0 gegen Augsburg! Nach zuvor vier sieglosen Spielen in der Fußball-Bundesliga war dieser Dreier Nerven beruhigend für alle Beteiligten. Vorweihnachtliches Zurücklehnen gibt’s aber noch nicht. Denn erst am Sonntag schließt Hannover 96 um 17.30 Uhr beim SC Freiburg die Vorrunde der 1. Liga mit dem allerletzten Spiel im Fußballjahr 2014 ab.

Immer wieder Freiburg, mögen viele bei 96 denken. Wie schon vor einem Jahr muss Hannover im letzten Match der Vorrunde in den Breisgau. Damals unterlagen die seinerzeit auswärts völlig punktlosen „Roten“ beim SC mit 1:2 – und Trainer Mirko Slomka musste gehen. Im Januar trat Tayfun Korkut seinen Job an. Seit dem Wiederaufstieg 2002 ist der Deutsch-Türke zum erfolgreichsten Trainer der 96er geworden.

Im Blickpunkt stand nach dem verrückten „Doppel-Kopf-Tor“ gegen Augsburg Salif Sané. Nach der Ecke von Hiroshi Kiyotake köpfte Torjäger Joselu, der später den durchaus umstrittenen Elfmeter zum 2:0 versenkte, Sané an den Hinterkopf, von wo der Ball zum 1:0 ins Netz geprallt war. Ein Tor, für das der Senegalese, der bei Korkut aufgrund von disziplinarischen Verfehlungen in Ungnade gefallen war, im Grunde genommen gar nichts konnte.

Anerkennung für Sané

Umso mehr Anerkennung erfuhr Sané hinterher. 96-Sportdirektor Dirk Dufner strich heraus, dass es mit dem „Problem-Profi“ doch gehe, wenn dieser nur wolle. Somit spielt der groß gewachsene Abwehrmann weiter auf Bewährung – und wahrscheinlich auch wieder in Freiburg. Christian Schulz plagt noch ein Hexenschuss, so dass Sané wohl erneut dessen Position in der Innenverteidigung einnimmt.

Spannend bleibt, ob Maurice Hirsch wieder die zweite Sechser-Position neben Manuel Schmiedebach einnehmen wird. Der 21-Jährige erhielt gegenüber dem umstrittenen Ceyhun Gülselam den Vorzug und machte seine Sache gut.

Freiburg hat zuhause erst einen Sieg (2:0 gegen Schalke) geholt – nur Stuttgart (4) und Köln (6) sind noch schwächer. Und auch bei den Heim-Toren (6) wird das Team von Trainer Christian Streich nur von den Schwaben und den Rheinländern (nur je 4!) unterboten. (haz/gsd-nh) Foto: dpa

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