Manager Heldt dementiert Ausstiegsklausel

Schalkes Trainer Norbert Elgert: „So viel Geld für Sané ist pervers“

Der Lehrer und sein Schüler: Norbert Elgert (rechts) seit 19 Jahren Coach der Schalker A-Junioren, trainierte neben Mesut Özil auch das Gelsenkirchener Supertalent Leroy Sané. Foto: nh

Göttingen. Obwohl sich die Fußball-Bundesliga gerade in der Winterpause befindet, sorgt der Schalker Leroy Sané derzeit fast jeden Tag für Schlagzeilen.

Nach seinen starken Leistungen in der Hinrunde für die Königsblauen steht der 20-Jährige bei vielen europäischen Topklubs auf der Wunschliste ganz oben. Die Schalker möchten ihr Supertalent allerdings nicht ziehen lassen.

Zuletzt machten Gerüchte die Runde, Manchester City 55 Millionen Euro für Sané geboten hat. Norbert Elgert, seit 19 Jahren Trainer der Schalker A-Junioren, äußerte sich dazu beim größten europäischen Hallen-Fußballturnier in der Göttinger Lokhalle wie folgt: „Man kann davon ausgehen, dass dies stimmt. In Zeiten des immer noch lange nicht gelösten Hungerproblems in der Welt, der Flüchtlingsproblematik und den vielen kleinen Kriegen weltweit – was wir Menschen auf dieser Erde veranstalten, ist so ein Schwachsinn.“

Weiterhin sagte Elgert: „In diesem Zusammenhang halte ich solche Ablösesummen für unmoralisch, ja pervers. Dafür kann Leroy Sané nichts.“ Allerdings würde er dem 20-jährigen Jungstar raten, noch weiter seine Leistung bei den Schalkern über einen längeren Zeitraum zu stabilisieren. „Verstehen kann ich aber, wenn der Verein bei einer solchen Summe nicht nein sagt“, erklärte Elgert.

Nachdem die Bild-Zeitung berichtet hatte, Sané besäße eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, meldete sich der Schalker Manager Horst Heldt am Dienstag über den Twitter-Account der Königsblauen zu Wort: „Weder in diesem Winter noch im Sommer greift eine Ausstiegsklausel bei Leroy Sané.“ Demnach wird der 20-Jährige wohl auch in der kommenden Saison noch bei den Schalkern spielen.

Gelsenkirchener Legende

Während Sané erst seit 2014 auf Schalke unter Vertrag steht, ist Norbert Elgert bei den Knappen schon eine Legende. Seit fast zwei Jahrzehnten arbeitet er für den Klub, im vergangenen Jahr wurde er mit der A-Jugend zum zweiten Mal deutscher Meister.

„Ich habe aber keinen Rentenvertrag. Mein Vertrag läuft noch zwei Jahre und danach ist es möglich, dass ich verlängere oder bei einem anderen Spitzenklub eine ähnliche Aufgabe übernehme. Ich würde aber auf ewig Schalker bleiben, weil ich hier geboren bin“, sagt Elgert, der heute 59 Jahre alt geworden ist. „Wer in Gelsenkirchen geboren ist, hat von dem Zeitpunkt an eine Affinität zu diesem Klub, weil er auch einer der emotionalsten Klubs weltweit ist“, schwärmt Elgert.

Seit 1998 findet der Sparkasse&VGH-Cup in der Lokhalle statt. 17-mal war der Schalker Bundesliga-Nachwuchs bei diesem U 19-Cup dabei, gewann den Pokal bisher dreimal und stellte 2006 mit Mesut Özil den erfolgreichsten Schützen mit 16 Toren. Und täuscht Elgert nicht die Erinnerung, stand er als Trainer bis auf eine Ausnahme 2003 nun schon 16-mal in Göttingen an der Bande.

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