„Wäre froh, wenn Fußballer ihre Steuern zahlen“

Scharfe Kritik an Mega-Transfers durch Kanzlerkandidat Schulz

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Martin Schulz bei einem Fußball-Turnier in Parchim.

Die Ablösesummen für begehrte Kicker werden immer extremer. Dafür hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz kein Verständnis.

Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat die millionenschweren Ablösezahlungen und Gehälter im Profi-Fußball kritisiert. Im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse (Montag) sagte Schulz: „Solche Beträge für einen 20-Jährigen - das ist nicht nachvollziehbar.“ Nach Einschätzung von Schulz liegt ein Wechsel wie der des Dortmunders Ousmane Dembélé den Fans im Magen. „Das ist in den Stadien zu spüren.“

Dembélé wird vom BVB zum FC Barcelona für fixe 105 Millionen Euro plus möglichen 42 Millionen Euro Erfolgszahlungen wechseln. Er ist nach dem Brasilianer Neymar, der für 222 Millionen Euro von Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselt ist, nun der zweitteuerste Spieler der Geschichte.

Schulz: „Wäre froh, wenn Fußballer ihre Steuern zahlen würden“

Schulz sagte, man werde schauen müssen, ob man Bezüge von Fußballern begrenzen könne. „Ich wäre schon froh, wenn Fußballer in dem Land, in dem sie spielen, besteuert werden und auch ihre Steuern zahlen würden“, sagte er. Das Steuerrecht müsse für alle gelten, auch für Fußballstars.

Derzeit muss sich Europas Fußballer des Jahres, Cristiano Ronaldo, wegen angeblicher Steuervergehen in Spanien juristisch verantworten.

dpa

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