Schiedsrichter wollen niederländischen Videobeweis testen

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Ein Schiedsrichter-Assistent kann wichtige Spielszenen auf einem Monitor in Zeitlupe anzuschauen. Foto: Koen Van Weel

Frankfurt/Main (dpa) - In der Debatte um den Videobeweis hat sich der Deutsche Fußball-Bund auf ein Testsystem festgelegt. Der DFB bevorzugt die Technik, die in den Niederlanden in einem Pilotprojekt getestet wird.

"Bei diesem Modell sitzt ein Schiedsrichter-Assistent in einem Van oder einem Studio und hat die Möglichkeit, sich wichtige Spielszenen auf einem Monitor in Zeitlupe anzuschauen", sagte Herbert Fandel, Chef der deutschen Spitzenreferees, in einem Interview auf der DFB-Homepage. "In einer Spielunterbrechung hätte er in diesem System die Möglichkeit, den Hauptschiedsrichter anzusprechen und auf eine etwaige Fehlentscheidung hinzuweisen."

Die konservativen Regelhüter des Fußball-Weltverbandes FIFA wollen dem Videobeweis nun doch eine Chance geben. Die Direktoren des International Football Association Board (IFAB) haben der Vollversammlung vom 4. bis 6. März in Cardiff/Wales eine "starke Empfehlung" ausgesprochen, entsprechende Tests zu beschließen.

Die DFB-Schiedsrichter-Kommission hat sich das niederländische System vor Ort angeschaut. Fandel weist aber darauf hin, dass das Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA zunächst vermutlich nur eine zweijährige Testphase erlauben werde. "Das heißt also nicht, dass es in der Bundesliga in der kommenden Saison einen Videoschiedsrichter geben wird." Man werde zunächst hinter den Kulissen testen und Erfahrungen sammeln - ohne dass die Unparteiischen und Spieler auf dem Platz etwas davon mitbekommen.

Interview auf dfb.de

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