Nach Terror-Anschlägen in Paris

Schily: „Eine EM-Absage 2016 wäre die größte Dummheit“

Bonn - Eine mögliche Absage der Euro 2016 wegen den Terroranschlägen in Paris hält der ehemalige Innenminister Otto Schily für ein Unding. Dies käme für ihn einer Kapitulation vor dem Terror gleich.

Der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily hat nach den Terroranschlägen von Paris dennoch vollstes Vertrauen in die französischen Sicherheitsbehörden und hält eine Absage der Fußball-EM 2016 in Frankreich aus Sicherheitsgründen „für die größte Dummheit, die wir begehen können“.

„Wir dürfen uns ja nicht von diesen Terroristen unsere Freude nehmen und die Entscheidung aus der Hand nehmen lassen. Wir dürfen uns nicht von den Terroristen das Handeln diktieren lassen, sondern wir müssen zwar wachsam bleiben, aber uns nicht Angst einjagen lassen“, sagte Schily in einem Interview mit dem Sport-Informations-Dienst am Rande der Kuratoriumssitzung der Deutschen Sporthilfe in Bonn.

Deshalb meine er, „werden wir die EM durchführen und wir werden alles tun, damit die Sicherheit gewährleistet ist. Und das ist die aufrechte Haltung, die wir gegenüber der terroristischen Bedrohung brauchen“.

Aber natürlich müsse man, so Schily, auch darüber nachdenken, „an welcher Stelle wir Sicherheitsvorkehrungen noch vervollständigen und verbessern und intensivieren können. Das wird notwendig sein. Man muss alles noch einmal gründlich überprüfen“.

Man habe sich auch bei der WM 2006 in Deutschland „sehr genau darum gekümmert, dass die Sicherheitsvorkehrungen so sind, dass wir alles getan haben, um schlimme Ereignisse zu verhindern. Und das hat auch mit Blick auf andere kommende Ereignisse zu geschehen“, betonte Schily.

SID

Rubriklistenbild: © dpa

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