Dortmund, Freiburg, Leverkusen und Hoffenheim weiter

Schnellcheck zum Pokal-Achtelfinale: Die Überraschungen blieben aus

Erzielte zwei Treffer gegen Dresden: Ciro Immobile. Die Platzwunde unter dem Auge zog er sich zuvor nach einem Zweikampf zu. Foto: dpa

Kassel. Vier Fußball-Bundesligisten qualifizierten sich am Dienstabend für das Viertelfinale des DFB-Pokals. Der HNA-Schnellcheck.

Dortmund gewann bei Drittligist Dresden 2:0, Hoffenheim setzte sich 2:0 bei Zweitligist Aalen durch, Leverkusen bezwang Zweitligist Kaiserslautern 2:0 nach Verlängerung, und Freiburg gewann das Bundesligaduell gegen Köln 2:1.

Die wichtigste Frage vorweg: Wie geht es Marco Reus?

Nach ersten Informationen soll der Dortmunder lediglich einen Pferdekuss erhalten haben. Somit: nichts Schlimmeres. Der Nationalspieler musste nach einem nicht geahndeten Foul des Dresdners Dennis Erdmann in der 22. Minute verletzt ausgewechselt werden. Das sah zunächst gar nicht gut aus - und es weckte Erinnerungen an das vergangene Jahr, als Reus dreimal länger verletzt ausgefallen war und unter anderem die Weltmeisterschaft in Brasilien verpasst hatte. Er stieg somit auf zur tragischen Figur des deutschen Fußballs.

Und nun? Alles wohl halb so wild. Nur: Da der angeschlagene Pierre-Emerick Aubameyang ohnehin nicht mitgewirkt hatte, war es nicht der Abend der Chefjubler, die am Wochenende noch ein Tor in Batman-und-Robin-Kostüm feierten.

Hatte der Pokal gestern seine eigenen Gesetze? 

Zumindest für den Kölner Anthony Ujah, der offensichtlich gedacht hatte, im Pokal sei alles anders. Er köpfte einfach mal ein Eigentor, das die Kölner so verwirrte, dass sie kurz darauf gleich noch ein Tor kassierten. Kurzzeitig wähnten sie sich in München. Auch Dortmund war irgendwie anders: In Schwarz-Gelb spielte an diesem Abend nur Dynamo Dresden. Die Borussia dagegen trat - wie ungewohnt, wie ungewohnt - ganz in Weiß auf.

Ansonsten: keine eigenen Gesetze, die Überraschungen blieben aus, auch wenn sich vor allem Zweitligist Kaiserslautern in Leverkusen sehr achtbar schlug.

Wer ist für den Aussetzer des Tages verantwortlich? 

Der Mann heißt Michael Hefele und spielt bei Dynamo Dresden. Er gewinnt diese Kategorie noch vor dem Kölner Eigentorschützen Ujah, weil er Dortmunds Ciro Immobile dermaßen mustergültig vorlegte, dass der Italiener freistehend gar nicht mehr anders konnte, als ein Tor zu erzielen (50.). Womöglich wollte sich Hefele nur entschuldigen: Kurz vor der Halbzeit hatte er Immobile mit dem Ellenbogen so hart im Gesicht erwischt, dass der Stürmer eine Platzwunde davontrug. Irgendwie schien das Immobile aber eher zu beflügeln als zu lähmen: Er machte nämlich kurz vor Schluss auch noch das 2:0.

Wer sorgte für das Kunststück des Tages? 

Keine Frage: Hakan Calhanoglu. Der Leverkusener machte das, was kaum einer so kann wie er: Er zirkelte den Ball bei einem Freistoß ins Tor. Das war große Kunst! Calhanoglu machte somit den Unterschied in einem lange ausgeglichenen Spiel.

Wer sorgte für die beste Unterhaltung? 

Achtung, jetzt kommt es: die Fans aus Hoffenheim. Die skandierten nämlich in Aalen in Richtung der Anhänger des Gastgebers: „Für ein Heimspiel seid ihr ganz schön laut.“ Und wenn das einer guten Gewissens singen kann, dann der Hoffenheim-Fan an sich.

Gab es einen Hingucker des Tages? 

Im negativen Sinne: ja. Das war der Acker in Aalen, der nur schwer auszumachen war als Fußballplatz. Ansonsten die wichtigsten Fakten zu diesem Spiel gegen Hoffenheim: 0:1 Polanski (16.), 0:2 Volland (56.).

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