Ein Abend, an dem nur RB jubelt

Europa League: Leipzig gewinnt, Dortmund verliert - unsere Konferenz

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Machte ein starkes Spiel und erzielte das 1:0: Leipzigs Bruma war einer der besten Spieler beim Sieg gegen Zenit St. Petersburg.

Erst Borussia Dortmund gegen RB Salzburg, danach RB Leipzig gegen Zenit St. Petersburg. Da brauchte der ein oder andere Zuschauer vielleicht einen Energy-Drink, um diesen Fußball-Abend mit den Achtelfinals in der Europa League durchzuhalten. Unsere Schnellcheck-Konferenz:

Wie viel Erfreuliches steckte in diesem Abend?

Zunächst einmal nicht wirklich viel. Dortmund begann stark und ließ dann stark nach. Zur Pause war der BVB mit dem 0:0 schon gut bedient, die Gegentore fielen dann aber kurz nach der Halbzeit. Erst hielt Ömer Toprak den Salzburger Hee-Chan Hwang so lange, bis dieser nur noch fallen konnte. Leider war er da schon im Strafraum. Elfmeter also.

Valon Berisha verwandelte sicher unten rechts (49.). Und sieben Minuten später war es wiederum Berisha, der einen tollen Angriff mit einem Hammer unter die Latte zum 2:0 vollendete. Da regte sich Dortmunds Marcel Schmelzer genauso über den Schiedsrichter auf, weil der vorher ein Foul an ihm übersehen haben soll, wie die BVB-Fans im Signal Iduna Park sich über die Leistung der eigenen Mannschaft aufregten. André Schürrle verkürzte zwar noch (62.). Insgesamt war das aber viel zu wenig vom BVB.

So war unsere Einschätzung vor den beiden Europa League-Spielen.

Noch einmal: Wie viel Erfreuliches steckte in diesem Abend?

Na gut, es gab ja noch Leipzig. Und die machten es deutlich besser. Dass es zur Pause noch 0:0 stand, war für den Gast aus Russland ziemlich schmeichelhaft. Nicht nur Emil Forsbergs Freistoß an den Innenpfosten hätte ein Tor verdient gehabt (36.).

Es blieb dann aber ein Abend, an dem die RBs dieser Fußball-Welt jubeln durften. Das 1:0 durch Bruma, es war wunderschön (56.). Der Portugiese leitete selbst ein, bekam den Ball per Hacke von Timo Werner zurück und schlenzte diesen ins lange Eck. Das war verdient. Dann legte Naby Keita ein Solo hin, spielte einen tollen Pass in die Gasse auf Werner und der chippte das Leder über Zenits Torwart Andrey Lunev ins Netz. Das war schon erfreulich. Blöd nur, dass Domenico Criscito noch per Freistoß verkürzte (86.).

Wie viel Herz steckte in diesem Abend?

Bewegend war - im Gegensatz zum Spiel der Dortmunder - die Verabschiedung von Marc Bartra vor dem Anpfiff. Der Spanier war im Winter zu Betis Sevilla gewechselt. Er bekam einen Blumenstrauß in Schwarz-Gelb und durfte mit Stadionsprecher Norbert Dickel die Aufstellungen vorlesen. Das war schön. Der Rest danach dann nicht mehr wirklich.

Wie viel Stammtisch steckte in diesem Abend?

Wer am Wochenende mit Stammtischwissen glänzen möchte, für den war was dabei. Wer hätte zum Beispiel gewusst, dass Dortmunds Mario Götze und Salzburgs Reinhold Yabo zusammen alle Junioren-Nationalmannschaften des DFB durchliefen und 2009 U17-Europameister wurden. Im Finale gegen die Niederlande standen beide übrigens in der Startelf.

Stand im Schneeregen: Dortmunds Marco Reus verlor mit seinem Team gegen RB Salzburg.

Wie viel Humor steckte in diesem Abend?

Um das zu beantworten, gehen wir wieder zurück nach Leipzig. Dort brachte uns Sport-1-Kommentator Markus Höhner nicht zum Lachen. Also ein kurzer Blick in die sozialen Medien. Auf Twitter schrieb einer: „Viele RB-Fans haben sich als leere Sitzschale verkleidet.“ Der Hintergund: Nur 19 000 von 43 000 Tickets wurde für die Partie verkauft. Das bringt uns zum Schmunzeln.

Und wie viel Hoffnung steckt noch in den Köpfen?

Bereits in der kommenden Woche stehen die Rückspiele an. Dortmund (21.05 Uhr/Sport 1 und Sky) und Leipzig (19 Uhr (Sky) müssen dann auswärts ran. Hoffnungslos ist der BVB in Österreich sicher nicht. Aber vielleicht sollten es die Schwarz-Gelben dann auch mal mit einem Energy-Drink probieren, damit nicht wieder so eine Leistung herauskommt. Die Quelle ist ja nicht weit. Leipzig hat das schon erkannt und kann deswegen relativ beruhigt nach Russland reisen.

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