WM-Qualifikation: Deutschland gewinnt 2:1 gegen Tschechien

Schnellcheck zum Länderspiel: Hummels rettet Sieg in Prag

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Freud und Leid: Der deutsche Nationalspieler Mats Hummels (rechts) dreht zum Jubeln ab, nachdem er den Siegtreffer erzielt hat. Tschechiens Filip Novak kann es nicht fassen.

Kassel. Die Eden Arena in Prag wurde für das DFB-Team nicht zum Paradies - am Ende siegte das Team von Trainer Joachim Löw dennoch 2:1 (1:0).

Die WM-Qualifikation geht in die entscheidende Phase, die deutsche Fußball-Nationalmannschaft musste nach Tschechien. Der Schnellcheck:

Wie viel Confed-Cup-Sieg steckte im DFB-Team?  

Löw überraschte. Und er deutete an, dass der „härteste Konkurrenzkampf, seit ich beim DFB bin“ durchaus ernst gemeint war. Das System? Ein 3-5-2 oder 5-3-2 - je nachdem. In der Abwehr begann Matthias Ginter, im Mittelfeld Julian Brandt und im Angriff Lars Stindl. Insgesamt standen sieben Confed-Cup-Sieger in der Startelf. Marc-André ter Stegen ersetzte den nicht mitgereisten Manuel Neuer im Tor.

Wie verlief die Partie in der Eden Arena in Prag? 

Sie begann mit einem Blitzstart der Deutschen - dem dann wenig folgte. In der vierten Minute gewinnt Mats Hummels den Ball im Mittelfeld, gibt ihn weiter zu Mesut Özil. Der sieht Timo Werner im Strafraum, spielt den perfekten Pass - der Leipziger tritt stark an und schiebt ein.

Der Auftakt für einen gemütlichen Fußball-Abend? Denkste. In der Folge sind die Tschechen das bessere Team. Zielstrebiger, zweikampfstärker - nur vor dem Tor, da muss der tschechische Fan immer wieder mit dem Kopf schütteln. Chance um Chance vergeben sie. Mit die beste im ersten Durchgang hat Jakub Jankto, der ter Stegen aus 20 Metern prüft.

Auch nach einer Stunde sind die Tschechen dem Ausgleich näher als die Deutschen dem 2:0. Mehr noch: Das DFB-Team hat in der zweiten Halbzeit bis kurz vor Schluss nicht eine richtige Torchance. In der 78. Minute passiert das, was sich lange angedeutet hatte. Vladimir Darida von Hertha BSC nimmt den Ball 25 Meter vor dem Tor an und jagt ihn in den rechten oberen Winkel. Ein Traum von einem Treffer.

Der erste Punktverlust für Deutschland? Verdient wäre er gewesen. Aber Mats Hummels hatte etwas dagegen. 88. Minute. Freistoß von Toni Kroos. Kopfball von Mats Hummels. 2:1 für Deutschland. Nicht wirklich verdient, aber was soll es.

Thomas Müller stand nach der Kritik an Vereinstrainer Carlo Ancelotti im Blickpunkt. Waren seine Qualitäten denn im DFB-Trikot gefragt? 

Zunächst einmal: In Abwesenheit von Neuer führte Müller das Team als Kapitän aufs Feld. Das erste Mal in einem Pflichtspiel. In der 20. Minute legte er stark zurück auf Stindl, der aber an Vaclik scheiterte. Ansonsten gewohnt lauf- und einsatzfreudig. Aber irgendwie fehlt im seit einiger Zeit dieser überraschende Moment, der ihn lange so stark gemacht hat.

Wie war die TV-Übertragung bei RTL? 

Die Werbepausen bei Länderspielen sind noch immer gewöhnungsbedürftig. Ansonsten war das Angebot des Kölner Senders solide - ohne große Höhepunkte und Überraschendes. Experte Jens Lehmann war dieses Mal allerdings überraschend hörenswert und überzeugte mit starker Analyse. In der Halbzeit sagte er: „Wenn wir so weiterspielen, dann bekommen wir noch einen Gegentreffer.“ Recht hatte er.

Wie geht es für das DFB-Team jetzt weiter? 

Mit dem Sieg hat die deutsche Mannschaft nun zwölf Punkte Vorsprung auf den Dritten Tschechien - bei noch drei ausstehenden Partien. Das bedeutet vor dem Duell mit Norwegen am Montag (20.45 Uhr/RTL): Platz zwei ist sicher - und damit auch mindestens die Playoffs zur WM.

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