Schnellcheck zum 2:0 der Deutschen Elf gegen Georgien: Reus bricht den Bann

Stratege: Toni Kroos (links), hier gegen Levan Mchedlidze, zog die Fäden im Mittelfeld. Foto:  afp

Kassel. Die deutsche Nationalmannschaft siegt in Georgien ungefährdet 2:0 (2:0) und zeigt phasenweise tollen Fußball. Hier ist unser Schnellcheck:

Geht doch. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im ersten Pflichtspiel 2015 gleich einen Sieg gefeiert. In der Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich gewann die DFB-Elf am Sonntagabend 2:0 (2:0) in Georgien. Hier ist der Schnellcheck:

Wie war das Spiel vor 54 549 Zuschauern im ausverkauften Boris-Paitschadse-Nationalstadion in Tiflis? 

Sehr unterhaltsam und sehr einseitig. Gerade im ersten Durchgang erinnerte die Begegnung zum Teil an ein Handballspiel. Die deutsche Elf belagerte den Strafraum der Georgier, die sich in der Rückwärtsbewegung - also fast immer - in einem 5-4-1-System formierten. Gelegentlich sogar in einem 5-5. Trotzdem fand die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw immer wieder eine Lücke und kombinierte sehr ansehnlich. Es machte Spaß, dieser deutschen Mannschaft zuzusehen.

Immerhin zeigten die Gastgeber nach der Pause etwas Offensivbemühungen und trugen so auch zur Unterhaltung bei. Deutschland agierte nicht mehr so souverän und kreierte nicht mehr so viele Chancen wie in Halbzeit eins.

Geht das Ergebnis denn in Ordnung? 

Aber ja doch. Deutschland hatte das Geschehen im Griff, hätte nur die Chancen besser nutzen müssen. Erst Marco Reus brach den Bann (39. Minute). Zuvor hatte allein der Dortmunder zwei richtig gute Möglichkeiten gehabt. Wie zu besten Zeiten spielte sich die DFB-Elf ihre Chancen heraus. Dem 2:0 durch Thomas Müller (44.) ging ein blitzschnelles Umschalten von Mesut Özil voraus.

Wer war der Spieler des Abends? 

Schwer zu sagen. Insgesamt war es sehr ordentlich, was die deutsche Mannschaft bot. Vor allem die Angriffsreihe mit Özil, Müller, Reus und Mario Götze verdiente sich im ersten Durchgang gute Noten.

Ist Bundestrainer Joachim Löw personell den sicheren Weg gegangen? 

Allerdings. Im Gegensatz zum Testspiel gegen Australien standen am Sonntag acht Weltmeister in der Startelf. Eine kleine Überraschung zog Löw dann aber doch aus dem Hut. Statt Weltmeister Benedikt Höwedes begann der Hoffenheimer Sebastian Rudy auf der rechten Seite in der Viererkette. Ja, genau: Viererkette. Löw ist zum bewährten System zurückgekehrt.

Wie schlug sich der deutsche Kapitän? 

In Georgien trug Bastian Schweinsteiger erstmals in der Nationalmannschaft die Kapitänsbinde. Allerdings blieb der Münchner in der Schaltzentrale recht unauffällig. Er spielte solide, aber setzte wenig Akzente.

Wer war der Pechvogel des Abends? 

Ganz klar: der Georgier Aleksandr Amisulaschwili. Nach nur vier Spielminuten musste der Innenverteidiger ausgewechselt werden. Ohne Einwirkung des Gegners in einer vollkommen harmlosen Szene hat er sich irgendwie den Fuß vertreten. Sehr bitter.

Gab es in Tiflis einen Aufreger? 

Einen kleinen, als Schweinsteiger und der georgische Kapitän Kankava ein bisschen ihre Köpfe aneinanderrieben. Der souveräne Schiedsrichter Clement Turpin aus Frankreich zeigte beiden in der 74. Minute die Gelbe Karte. Ach ja, da war ja noch etwas: Irgendwie scheinen sie in Georgien ein Flitzer-Problem zu haben. Gleich mehrmals schafften es Störenfriede auf den Rasen. Ging aber alles glimpflich aus.

Wie war die TV-Übertragung bei RTL? 

Ging so. Marco Hagemann kommentierte zwar gewohnt souverän, bediente sich aber ziemlich oft aus dem großen Floskeltopf. Beispiel: „Ein Tor würde der deutschen Mannschaft Ruhe und Sicherheit geben.“ Sag bloß.

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