Heidenheim jetzt auf Platz drei 

Schnellcheck zum 33. Spieltag in der zweiten Liga: HSV verliert in der Nachspielzeit

+
Jubeltraube: Heidenheim feiert den späten Siegtreffer gegen Hamburg. 

Neun Partien in der zweiten Fußball-Bundesliga am Sonntag. Anstoß um 15.30 Uhr. Spannung oben wie unten. Der Schnellcheck zum 33. Spieltag:

Wo war zuerst etwas los?

In Osnabrück. Die Niedersachsen mussten noch Restabstiegszweifel beseitigen. In der dritten Minute köpfte Heyer das 1:0 für die Gastgeber, Ajdini legte in der 24. das 2:0 nach tollem Sololauf nach. Dann sah Kiels Neumann die Rote Karte wegen einer Notbremse (26.). Alles gut also in Osnabrück. Zumal Gugganig kurz nach der Pause den dritten Treffer per Strafstoß nachlegte (51.). Gugganig unterlief dann noch ein Eigentor (78.). Amenyido traf zum 4:1 (86.).

War Bielefeld noch im Partymodus?

Der Aufstieg steht fest, die Meisterschaft auch – da kann man es ja auch mal ein bisschen schleifen lassen. Haben die Karlsruher sicherlich gehofft, dem war aber nicht so. Hartel brachte die Arminia früh in Führung (3.). Nach einem katastrophalen Rückpass von Carlson legte Klos das 2:0 nach (10.), ein Eigentor von Kobald sorgte gar für das 0:3. Ziemlich bittere Vorstellung für den KSC. Immerhin: Hofmann verkürzte noch auf 1:3 (25.).

Trotzdem alles entschieden? Denkste. 70. Minute, Elfmeter – und zwar für Karlsruhe. Hofmann übernahm die Verantwortung. 2:3, alles wieder offen. Und was einmal klappt, das geht auch noch mal. 88. Minute, erneut Elfmeter, wieder Hofmann. Und das 3:3. Ein ganz wichtiger Punkt im Tabellenkeller.

Was machten die weiteren Aufstiegsaspiranten?

Besonders spannend war ja das Duell zwischen dem Vierten Heidenheim und dem Dritten Hamburg. Bis zur Pause passierte wenig. Dann kam Hamburg. Dann kam Pohjanpalo. Der Finne, erst im Winter von Leverkusen ausgeliehen, erzielte das 1:0 Sekunden nach Wiederanpfiff. Bereits sein neunter Treffer für den HSV.

Doch die Freude wehrte nicht lange. Dorsch machte zehn Minuten später das 1:1 – vermeintlich. Nach Videostudium nahm Schiedsrichter Aytekin den Treffer doch noch zurück, weil Dorschs Mitspieler Griesbeck den Ball an den Arm bekommen hatte. Dann wurdes es dramatisch: Beyer per Eigentor sorgte doch noch für den Ausgleich. Und in der fünften Minute der Nachspielzeit erzielte Kirschbaumer sogar noch das 2:1 für Heidenheim, das nun an Hamburg vorbeizieht und auf Platz drei steht.

Nutzen die Stuttgarter das Duell der Konkurrenten?

Zu Gast in Nürnberg konnte der VfB mit einem Sieg Platz zwei festigen und einen großen Schritt in Richtung Liga eins machen. Und die Stuttgarter mussten erst mal selbst gar nicht aktiv werden, sie bekamen die Tore vom Club serviert. Beim 1:0 schlief Margreitter mit dem Ball am Fuß als letzter Mann, Wamangituka luchste ihm das Leder ab und schloss sicher ab (11.). Und beim 3:0 war es Kalajdzic, der einen Fehler der Nürnberger Hintermannschaft nutzte (41.). Zwischendurch hatte Karazor erhöht (26.). Nach der Halbzeit legten Gonzalez (52. und 76.) sowie erneut Karazor (63.) weitere Treffer nach. Der VfB hat den Aufstieg mit einem Sieg oder Remis am kommenden Wochenende gegen Darmstadt sicher – und beim deutlich besseren Torverhältnis eigentlich in der Tasche.

Was tat sich im Keller?

Osnabrück rettete sich wie erwähnt mit dem Erfolg gegen Kiel. Nürnberg muss nach der Klatsche gegen den VfB weiter zittern. Karlsruhe belohnte sich nach 0:3 gegen Bielefeld noch mit einem Zähler und rückt auf zwei Punkte an den Club heran. Wehen Wiesbaden führte zwar gegen Darmstadt durch einen Treffer von Schäffler (5.), Darmstadt drehte die Partie allerdings durch Tore von Dursun, Paik und Heller nach der Pause. Drama gab es in Sandhausen, wo Dresden in der 90. Minute durch Hartmann der Siegtreffer gelang. Aber: Durch den Punkt von Karlsruhe sind Wehen und Dresden so gut wie abgestiegen. Sie müssten am letzten Spieltag siegen, der KSC verlieren – und zudem müssten sie zehn (Wehen) oder 14 Treffer (Dresden) in Sachen Torverhältnis aufholen. Das ist kaum möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.